Ausschuss verabschiedet Schulbudget
Kein Geld für „Wunschkonzerte“

Dülmen. Die ersten Punkte bei der Diskussion um das Budget Schule des städtischen Haushaltes waren noch harmonisch. Dass die Küche für die St.-Mauritius-Schule in Hausdülmen nun 20.000 Euro teurer wird, da die bisher geplante nicht für den Offenen Ganztag (OGS) tauglich war, schluckten alle Fraktionen im Schulausschuss. Und da die neue Landesregierung die Schulsozialarbeiter bis 2021 finanziell gesichert hat, waren sich alle Parteien einig, die zwei Stellen wieder zu schaffen. Die Sozialarbeiter seien sehr wichtig für die Schulen, und zwei eigentlich viel zu wenig, sagte Klaus Jahn (SPD).

Freitag, 01.12.2017, 19:30 Uhr

Ausschuss verabschiedet Schulbudget: Kein Geld für „Wunschkonzerte“
Foto: dpa

Beim Thema Anbindung der Schulen ans Glasfasernetz wünschte sich Annette Holtrup (CDU) eine Umsetzung bereits 2018 und nicht erst 2019. Daher würden die angesetzten 25.000 Euro nicht ausreichen. Man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, bekräftigte Bürgermeisterin Lisa Stremlau. Die Abfrage bezüglich Glasfaser laufe, genaue Zahlen würden später folgen, ergänzte Ralf Frerick vom Schulamt. Bei diesem Thema entschlossen sich die Schulpolitiker, die Entscheidung darüber in den Hauptausschuss zu verlegen. Schließlich stelle sich die Frage, ob hier nicht auch das Budget der Wirtschaftsförderung der richtige Topf sei.
Während der Diskussion um die Anbindung ans schnelle Internet brachte Ralf Schmidt (FDP) zum ersten Mal zusätzliche 150.000 Euro bei den Sach- und Dienstleistungen für die Hauptschule ins Spiel. Man wolle Gespräche mit Haupt- und Realschule führen und schauen, wo es Bedarfe gibt, und dafür solle man schon einmal Geld vormerken. Und als sein Parteikollege Christian Wohlgemuth anbrachte, dass man gerade Haupt- und Realschule unterstützen wolle, war es mit der Harmonie vorbei. Bürgermeisterin Lisa Stremlau sprach vom „Wunschkonzert“. Wohlgemuth nannte es „ein Zeichen setzen“. Schließlich seien auch massive Investitionen beispielsweise am CBG vorgenommen worden. „Es geht um die Kleinigkeiten, die den Alltag erträglicher machen.“ Dieses zusätzliche Geld würde wohl kaum dazu führen, dass Eltern ihre Kinder doch wieder an der Hauptschule anmelden würden, antwortete Stremlau süffisant.

Mehr zur Sitzung des Schulausschusses in der Samstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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