Kardinal-von-Galen-Schule bereitet sich auf die Anmeldetermine vor
Türen stehen Besuchern offen

Dülmen. Die Kardinal-von-Galen-Hauptschule bereitet sich auf die Tage der offenen Tür und den Infoabend für die Eltern der Viertklässler vor. Die Anmeldungen für das neue Schuljahr stehen an. Alltagsgeschäft. Und doch wieder nicht. Denn hätten sich Dülmens Bürger am 1. Oktober nicht gegen die geplante Sekundarschule ausgesprochen, gäbe es im nächsten Schuljahr keine fünften Klassen an der Schule. Sie wäre zugunsten der Sekundarschule ausgelaufen.

Freitag, 17.11.2017, 18:45 Uhr

Kardinal-von-Galen-Schule bereitet sich auf die Anmeldetermine vor: Türen stehen Besuchern offen
Es geht weiter: Schulleiter Udo Mannefeld blickt zuversichtlich den Anmeldeterminen für seine Schule entgegen. Wäre die Sekundarschule für Dülmen gekommen, hätte er nächstes Jahr keine Fünftklässler mehr aufnehmen dürfen. Foto: Marcy

Nach dem Bürgerentscheid geht an der Hauptschule alles seinen gewohnten Gang, unterstreicht Leiter Udo Mannefeld im Gespräch. Er macht keinen Hehl daraus, dass er die Sekundarschule befürwortet hat. Als Schulleiter, sagt er, sehe er auch Schülerkarrieren, und da habe die Sekundarschule gegenüber dem traditionellen System einen großen Vorteil.
Was Mannefeld anspricht, sind die Schüler, die nach der Erprobungsstufe (Jahrgang fünf und sechs) von der Realschule an die Hauptschule verwiesen werden. 29 ehemalige Realschüler hat Mannefeld nach den großen Ferien an seiner Schule aufgenommen. Die meisten besuchen die siebte Klasse. Sind ihre Leistungen zu schlecht, droht eine Zurückstufung in die sechste Klasse. Eine belastende Erfahrung für die Jugendlichen, die ihnen in der Sekundarschule, in der Schüler mit unterschiedlichem Leistungsstandard zusammen lernen, erspart bliebe, sagt Mannefeld.
Entscheidend für den Fortbestand seiner Schule sind die Anmeldezahlen. Im vergangenen Jahr gab es 44 Anmeldungen, genug für zwei fünfte Klassen. Mit insgesamt 400 Schülern, sagt Mannefeld, sei die Kardinal-von-Galen-Schule eine vergleichsweise große Hauptschule.
Um wenigstens eine Eingangsklasse bilden zu können, sind 18 Schüler notwendig. Dass immer weniger Eltern ihr Kind an einer Hauptschule anmelden, hat mit dem Image der Schulform zu tun, meint Mannefeld. Berichte über die schlechten Zustände an Hauptschulen im Ruhrgebiet oder in Großstädten werden auf den ländlichen Bereich übertragen. Zu Unrecht, betont er. Pädagogisch sei seine Schule gut aufgestellt mit zahlreichen Förder- und Freizeitangeboten. Auch das Gebäude sei nach dem großen Um- und Anbau von 2005/06 auf dem neuesten Stand.

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