9. November 1938
Blumen für die Opfer

Dülmen. Erwachsene und junge Dülmener gedachten am Donnerstag der Ereignisse in der Pogromnacht am 9. November 1938 in Dülmen und erinnerten an die jüdischen Opfer nationalsozialistischer Gewalt.

Donnerstag, 09.11.2017, 18:14 Uhr

9. November 1938: Blumen für die Opfer
Weite Rosen für die Opfer: Schüler der Hermann-Leeseschule legten an den Stolpersteinen Blumen nieder und erinnerten an das Schicksal der Dülmener Juden nach 1938. Foto: Claudia Marc

Am frühen Abend fand auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof, der heutigen Grünanlage am Lüdinghauser Tor, die Gedenkveranstaltung von Bündnis 90/Grüne, vom Deutschen Gewerkschaftsbund, der Dülmener Friedensfreunde sowie der Linken statt. Ein Kranz wurde niedergelegt, Kerzen wurden entzündet.

DGB-Ortsverbandsvorsitzender Ortwin Bickhove-Swiderski schilderte die Ereignisse am 9. November in Dülmen und Rorup. Thomas Reinhardt, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, appellierte an die Teilnehmer, darunter Bürgermeister Lisa Stremlau, sich als Demokraten dafür einzusetzen, dass in Deutschland nie wieder Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Am früheren Wohnort der Familie Leeser an der Lüdinghauser Straße legten am Vormittag Schüler der Hermann-Leeser-Schule weiße Rosen nieder. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Dr. Andrea Peine und Gerda Küper sowie dem Holocaust-Kenner Theo Schwedmann hatten sie sich auf eine „Geh-Denktour“ begeben.
An jedem Stolperstein in der Innenstadt, die an jüdische Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft erinnern, gedachten sie mit einer Rose der ehemaligen Bewohner.

Mit der Geschichte von Hermann Leeser, Namensgeber ihrer Schule, und seiner Familie sind die Schüler vertraut. Gerda Küper machte ein Foto von den Rosen an den Stolpersteinen der Familie Leeser, um es der fast 90-jährigen Helga Becker-Leeser in die Niederlande zu schicken.

Ausführliche Berichterstattung in der Freitagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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