Rasengräber werden auf heimischen Friedhöfen stärker nachgefragt
Bestattung kein Tabuthema mehr

Dülmen. Bei der Wahl der letzten Ruhestätte haben die Dülmener eine Vielzahl von Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt dabei in Nordrhein-Westfalen der Friedhofszwang. „Aber es gibt auch Ausnahmefälle wie die Grabstätte der Herzoglichen Familie auf der Karthaus“, so Günther Fehmer (Leiter der Zentralrendantur). Eine Alternative ist der Ruheforst in Coesfeld, der auch von einigen Dülmenern genutzt wird. Hier sieht Fehmer allerdings den Vorteil nicht, denn in Dülmen würden alle Bestattungsformen angeboten.

Dienstag, 31.10.2017, 10:18 Uhr

Rasengräber werden auf heimischen Friedhöfen stärker nachgefragt: Bestattung kein Tabuthema mehr
Zu Allerheiligen werden viele Gräber mit Lichtern geschmückt. Foto: krk

„Die Friedhofsbestattung kennt bei uns keine Ausnahme“, so Christoph Meinigmann (Stellvertretender Bezirksvorsitzender des Bestatterverbandes NRW). „So ist die Seebestattung für uns im Binnenland eher eine Sonderform, während sie in den Küstenregionen sehr viel verbreiteter ist.“ Eher um Einzelfälle handelt es sich beim letzten Willen eines Verstorbenen, der etwa in seinem Heimatland Kanada beerdigt werden wollte. „Aber das ist natürlich auch möglich, wenn die Urne mit den entsprechenden Papieren überführt wird und die Bestattung dort nach den gültigen Gesetzen erfolgt“, so Meinigmann. „Wir haben in jüngster Zeit festgestellt, dass die Bestattungsvorsorge immer wichtiger wird und immer mehr Menschen, die das 60. Lebensjahr erreicht haben, befassen sich mit dieser Thematik.“

Auf dem Waldfriedhof der Katholischen Kirchengemeinde St. Viktor fanden im vergangenen Jahr 317 Beerdigungen statt, davon 194 Erdbestattungen (entspricht 61 Prozent) und 123 Urnenbestattungen (39 Prozent). Bis zum 16. Oktober waren es in diesem Jahr 245 Beerdigungen, davon 65 Prozent Erdbestattungen (160) und 35 Prozent Urnenbestattungen (85). Neben Reihen- und Wahlgräbern (darunter auch Sonderwahlgräber mit einer Fläche von 1,50 mal 5 Metern) gibt es auch gärtnerisch gestaltete Rasenreihengräber für Erdbestattungen und für Urnengräber.

Den gesamten Bericht finden Sie in der Feiertagsausgabe der Dülmener Zeitung, Print und E-Paper.

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