Politik trägt Kostensteigerung beim IGZ mit
Ein Ja mit Bauchschmerzen

Dülmen. Die wichtigste Nachricht zuerst: Auch wenn es deutlich teurer wird als geplant, so steht die große Mehrheit der Politik nach wie vor hinter dem Intergenerativen Zentrum (IGZ). Aber: Die kritischen Stimmen werden lauter.

Freitag, 06.10.2017, 19:18 Uhr

Politik trägt Kostensteigerung beim IGZ mit: Ein Ja mit Bauchschmerzen
So soll das Intergenerative Zentrum hinterm Rathaus einmal aussehen. Realisiert wird dabei auch das Glasdach, über das am Donnerstagabend der Bauausschuss erneut abstimmte. Foto: dreibund

Die FDP hat der Kostensteigerung am Donnerstagabend im Bauausschuss nicht zugestimmt. Matthias Rochol (SPD) und Detlev Rathke (Grüne) machten deutlich, dass in ihren Fraktionen kontrovers diskutiert worden sei. Im Hauptausschuss und Rat ist daher wohl mit Gegenstimmen aus den Reihen von SPD und Grünen zu rechnen, deuteten beide an. Georg Guballa (Linke) enthielt sich beim Thema Mehrkosten und stimmte gegen den Bau eines Glasdaches über dem Innenhof zwischen IGZ und Rathaus. Eine Enthaltung kam auch von Rathke, seine Fraktion will sich im Hauptausschuss näher äußern.

Nachdem Projektplaner und Architekten die aktuelle Entwicklung erläutert hatten (siehe weiterer Bericht), entbrannte eine rege Diskussion im Bauausschuss. So sah Christian Wohlgemuth von den Liberalen in der Kostensteigerung ein „Horrorszenario“. Das Ende sei nicht absehbar, begründete er, warum die FDP die Steigerung nicht weiter mittrage.

Wohlgemuths Vergleich des IGZ mit dem Berliner Pannen-Flughafen wies hingegen Bürgermeisterin Lisa Stremlau als „frech und unverschämt“ zurück. „Es wird in der Region wahrgenommen“, betonte sie den Leuchtturm-Charakter des Projektes, in dem sehr viel Herzblut stecke. Auch wenn die Kosten Bauchschmerzen bereiten würden: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Mehrheit hinter dem Projekt steht“, sagte sie mit Blick auf die anstehende Abstimmung - und sollte recht behalten. „Die CDU steht zu dem Projekt“, versicherte ihr Markus Brambrink. Gleichzeitig will seine Fraktion am Bau des Glasdaches festhalten.

Den gesamten Bericht finden Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag, Print und E-Paper. Zudem findet sich dort ein weiterer Artikel, in dem Projektplaner und Architekten die Kostensteigerung erläutern.

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