Jetzt zeigen auch die Befürworter der Sekundarschule um Bürgermeisterin Lisa Stremlau Flagge
Ja heißt nein und nein heißt ja

Dülmen. Im letzten Wahlkampf war Bürgermeisterin Lisa Stremlau noch ganz ohne Parteiunterstützung angetreten, ein SPD-Logo auf dem Wahlplakat der „Bürgermeisterin aller Dülmener“, wie sie sich selbst nennt, suchte man vergebens. Bekanntlich gewann sie die Wahl auch ohne ihre SPD haushoch. Diesen Bürgermeister-Bonus wollen nun auch vier Ratsfraktionen mit ins Rennen um die geplante Sekundarschule nehmen. Denn sie haben Plakate mit Stremlaus Konterfei entworfen, die abwechselnd das Logo von CDU, SPD, Grünen oder Linken tragen.

Dienstag, 29.08.2017, 18:30 Uhr

Jetzt zeigen auch die Befürworter der Sekundarschule um Bürgermeisterin Lisa Stremlau Flagge : Ja heißt nein und nein heißt ja
Vier Ratsfraktionen und Bürgermeisterin Lisa Stremlau werben für die neue Sekundarschule in Dülmen. Foto: Privat

Diesmal geht es allerdings bei der Abstimmung nicht um ein politisches Mandat, sondern um eines der größten Bauprojekte, das zugleich die schulische Zukunft in Dülmen maßgeblich prägen wird: Die Errichtung einer neuen Sekundarschule, die Haupt- und Realschule verschmelzen soll, steht, einer Bürgerinitiative von Dülmener Eltern sei Dank, zur Abstimmung. Am Sonntag. 1. Oktober, entscheidet der Bürger.
Die Ratsfraktionen und ihre Bürgermeisterin machen sich gemeinsam für die Sekundarschule stark. Sie empfehlen den Dülmenern mit „Nein“ abzustimmen - und damit paradoxerweise für die Sekundarschule.
Dass ein „nein“ ein Ja zur Sekundarschule bedeutet, und „ja“ zugleich eine Stimme gegen die Sekundarschule ist, liegt an der komplizierten Frage „Soll in Dülmen keine Sekundarschule errichtet werden?“
„Das Ziel, in Dülmen eine Sekundarschule zu errichten und damit allen Kindern auch in Zukunft bestmögliche Bildungschancen zu bieten, wird seit Langem von einer breiten Mehrheit der Stadtverordneten und mir getragen“, erläutert Stremlau. „Wir appellieren daher gemeinsam an die Bürgerinnen und Bürger, die Sekundarschule zum Wohle unserer Kinder zu unterstützen.“
„Pro Sekundarschule - Für unsere Kinder - NEIN zum Stillstand“ ist auf den Plakaten zu lesen, mit denen die Parteien in Kürze auch im Straßenbild für ihre Position werben werden.
Nachdem die Initiative „Hauptsache real bleiben“ den Straßenwahlkampf eröffnet hatte, werden sich nun also zu den Wahlplakaten zur Bundestagswahl auch noch die pro-Sekundarschul-Plakate mischen.

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