Realschüler protestieren am Freitag auf dem Marktplatz
Kundgebung gegen Sekundarschule

Dülmen. Auch wenn die überwältigende politische Ratsmehrheit fest zur Errichtung einer neuen Sekundarschule steht, eines kann sie den Gegnern des neuen Schulsystems nicht absprechen: „Es scheint gelungen zu sein, durch eine sehr emotionale Kampagne eine ganze Reihe von Dülmenern mobilisiert zu haben.“

Mittwoch, 28.06.2017, 18:51 Uhr

Realschüler protestieren am Freitag auf dem Marktplatz : Kundgebung gegen Sekundarschule
Kämpfen für den Erhalt des Schulsystems: Alpay Alkin (15, l.) und Jan Schrey (14). Foto: Michalak

Markus Brambrink (CDU) ist sich nicht mehr sicher, dass bei der Elternbefragung die nötige Anzahl an Anmeldungen zusammenkommt. Ausgezählt werden die Fragebögen einen Tag vor der Ratssitzung am Donnerstag, 6. Juli. Der Vorsitzende im Schulausschuss sieht in der neuen Schule eine echte Chance für die Haupt- aber auch für die Realschüler. „Was oft übersehen wird, ist, dass den leistungsstarken Realschülern hier eine gezieltere Vorbereitung in Richtung Gymnasium angeboten werden kann.“ Was er bedauert: „Genau wie bei der Forderung nach einem dritten Beigeordneten treten nun auch bei der Sekundarschule sachliche Argumente leider in den Hintergrund“.

Der Erfolg bei den Unterschriftenlisten hat dem Aktionsbündnis „Hauptsache Real bleiben“, das sich gegen die neue Schule ausspricht, Mut gemacht. „Wir werden bis zum Bürgerentscheid noch eine Reihe von Aktionen starten, um die Dülmener zu informieren“, kündigt Maren Ciliberto an, dass der Wahlkampf eröffnet sei.

Mit dabei ist sie auch, wenn sich am Freitag gegen 13.45 Uhr Schüler der Hermann-Leeser-Realschule auf dem Marktplatz versammeln, um gegen die Sekundarschule zu protestieren. Genauso wie der Neuntklässler Alpay Alkin, der mit dem Achtklässler Jan Schrey die Kundgebung der Leeser-Schüler mit organisiert hat. Vorab verrieten die beiden der DZ, was die Realschüler auf die Straße treibt.

„Wir haben den Entwurf für die Schule gesehen, und klar ist doch: Es gibt viel zu wenige Fahrradständer und der Schulhof ist auch viel zu klein“, erklärt Schrey. Schon bei den heutigen 600 Schülern seien die räumlichen Verhältnisse sehr beengt.

Was den beiden auch nicht gefällt, lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Donnerstag, Print und E-Paper.

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