Für die Sekundarschule
Das Gute soll bleiben

Dülmen. Die Kardinal-von-Galen-Schule? „Die Kaddi ist die beste Schule, die ich jemals erlebt haben“, sagt Felix Hölscher überzeugt. Der 16-Jährige besuchte die Dülmener Hauptschule, bevor er zum Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg wechselte. Schon damals engagierte er sich in der Schülervertretung und bekam mit, wie die Hauptschule immer mehr mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen hatte. Weshalb Felix Hölscher heute ein Befürworter einer Sekundarschule in Dülmen ist. Auch wenn er sich eine Zukunft für die Hauptschule gewünscht hätte.

Montag, 08.05.2017, 17:58 Uhr

Für die Sekundarschule : Das Gute soll bleiben
Bezirksschülersprecher Felix Hölscher spricht sich für eine Sekundarschule aus, in der dann die Hermann-Leeser- und die Kardinal-von-Galen-Schule aufgehen würden. Foto: Kerstan

Seit knapp zwei Jahren ist der Dülmener Bezirksschülersprecher im Kreis Coesfeld - und will sich, in Absprache mit seinem Vorstand, nun auch einmal äußern zur aktuellen Debatte in Dülmen.

„Ich bin generell für die Sekundarschule“, betont er. „Auch vor dem Hintergrund, dass die anderen Sekundarschulen gut laufen“, fügt er mit Blick auf die Schulen in Lüdinghausen, Nottuln oder Legden/Rosendahl hinzu. Von letzterer würde zum Beispiel nach der ersten Anlaufzeit positive Rückmeldungen kommen. Und: „Die Anmeldezahlen an den meisten Sekundarschulen sind grandios.“ Und dann sind da noch die Jungen und Mädchen, die abgeschult werden müssen, also von der Real- auf die Hauptschule wechseln müssen. „Der Lernstoff ist da fast das leichteste“, sagt der Schülersprecher. Oftmals sei es schwieriger neue Kontakte zu finden.

Daneben freut sich Hölscher, dass in Dülmen eine größere Summe in den Schulbereich investiert werden soll. Denn auch ohne Sekundarschule hätte die städtische Realschule so oder so bald renoviert werden müssen. „Wenn man ein gutes, neues Gebäude hat, hat man auch die Chance, junge, motivierte Lehrer zu bekommen.“ Beim Umbau sollen auf jeden Fall auch die Schüler der Leeser-Schule mit einbezogen werden.

Dort herrsche derzeit eine eher negative Stimmung beim Thema Sekundarschule, berichtet Hölscher - auch wenn die heutigen Schüler davon nicht mehr betroffen wären. Trotzdem sei eben „ihre“ Schule betroffen. „Viele fühlen sich so ein bisschen übergangen“, beschreibt der 16-Jährige, was er auch gut verstehe. „Es wäre schön gewesen, die Schüler auch mal mit an den Tisch zu holen.“ Und wie ist die Stimmung an der Hauptschule? „Mein Eindruck ist, dass an der Kaddi die Stimmung offener ist.“

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Dienstag.

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