Info-Abend zur Sekundarschule: Eltern hatten viele, auch kritische Fragen
Passt das nach Dülmen?

Dülmen. Der erste von drei Info-Abenden für Eltern der Zweit- und Drittklässler über die geplante Sekundarschule am Montag war mit Spannung erwartet worden. Gab es doch das erste Mal außerhalb von politischen Debatten die Möglichkeit, mit denjenigen zu sprechen, deren Bereitschaft, ihr Kind an einer Sekundarschule anzumelden, über die Einführung der neuen Schulform für Dülmen entscheidet.

Dienstag, 21.03.2017, 19:00 Uhr

Info-Abend zur Sekundarschule: Eltern hatten viele, auch kritische Fragen : Passt das nach Dülmen?
Dr. Dieter Potente moderierte den Infoabend für Eltern zur geplanten Sekundarschule mit einem hochkarätig besetzten Podium. Foto: Marcy

Das Podium in der Aula des Schulzentrums war hochkarätig besetzt: Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Annette Holtrup (CDU) als stellvertretende Schulausschuss-Vorsitzende, Christa Lambeck, frühere Leiterin der Kardinal-von-Galen-Hauptschule und Leiterin der Arbeitsgruppe Sekundarschule, Gisela Huning, Leiterin der Sekundarschule in Vreden, und Dr. Brigitte Schulte, Schuldezernentin bei der Bezirksregierung Münster und dort für Sekundarschulen zuständig. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Dieter Potente, früherer Leiter der Erich-Kästner- und der Johann-Gutenberg-Hauptschule in Dülmen und zuletzt bei der Bezirksregierung Münster für die Qualitätsanalyse für Schulen zuständig.
Im Auditorium saßen nicht nur Eltern. Auch viele Kommunalpolitiker unterschiedlicher politischer Couleur waren gekommen, darunter als erklärte Gegner der Sekundarschule zwei Vertreter der FDP. Als diese ihre Ablehnung der Sekundarschule in kritische Fragen kleideten, regte sich Unmut in der Elternschaft: Die Eltern wollten keine politische Diskussion, sondern Information.

Dabei waren die Fragen der Mütter und Väter durchaus auch kritisch und zum Teil identisch mit denen der Sekundarschul-Gegner. Warum scheitern Sekundarschulen, war eine Frage, auf die Schulleiterin Gisela Huning eine einfache Antwort hatte: Sekundarschulen haben dann einen schweren Stand, wenn der Schulträger nicht voll und ganz hinter ihnen steht und etablierte Systeme wie die Realschule weiterhin existieren.
In Dülmen, das machte Bürgermeisterin Lisa Stremlau deutlich, werden Haupt- und städtische Realschule auslaufen, wenn die Sekundarschule kommt. Die Bischöfliche Marienrealschule werde es weiterhin geben.

Warum sollten Eltern ein Kind statt am Gymnasium an der Sekundarschule anmelden, fragte eine Mutter. Die Sekundarschule sei beispielsweise für einen Jungen geeignet, der noch sehr verspielt sei und einfach mehr Zeit bis zum Abitur brauche als die acht Jahre am Gymnasium, erklärte Schuldezernentin Brigitte Schulte.

Den gesamten Bericht finden Sie in der DZ-Ausgabe von Mittwoch, Print und E-Paper.

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