Diakon im Unruhestand
Taufen, trauen, predigen

Merfeld. „Ständiger Diakon mit Zivilberuf“: Diese Bezeichnung hat Robert Schüttert die vergangenen 15 Jahre getragen. Bald muss sich der 75-Jährige an eine neue gewöhnen: Diakon emeritus - also Diakon im Ruhestand.

Montag, 31.10.2016, 18:25 Uhr

Diakon im Unruhestand : Taufen, trauen, predigen
Entspannt in den Unruhestand: Diakon Robert Schüttert wird mit 75 Jahren von der Pfarrgemeinde in den Ruhestand verabschiedet; als Emeritus wird er weiter wichtige Aufgaben übernehmen. Foto: Marcy

Wobei Ruhestand nicht wörtlich zu verstehen ist: Denn auch weiterhin wird Robert Schüttert als Diakon in der Großgemeinde St. Viktor Paare trauen, Kinder taufen, er wird bei Gottesdiensten dem Priester assistieren und er wird predigen.

Heute vor 15 Jahren, am 1. November 2001, wurde Robert Schüttert vom damaligen Bischof Dr. Reinhard Lettmann im münsterischen Dom zum Diakon geweiht. Ein Moment von besonderer Intensität, erinnert sich Schüttert, als ihm der Bischof die Hand auflegte, im stillen Gebet verweilte und dabei die Glocke des Doms erklang. Seine Frau Antonia sowie seine Familie erlebten diesen besonderen Augenblick mit.

Und auch wenn Antonia Schüttert ihren Mann immer wieder begleitete - etwa zur Wallfahrt nach Lourdes oder zur Seligsprechung von Kardinal von Galen in Rom - so hat der Dienst ihres Mannes am Altar an der Seite von Priestern, oft verbunden mit Gesprächen und Begegnungen mit dem Klerus, Vorrang.

Über 500 Taufen und rund 600 Beerdigungen hat er in den vergangenen 15 Jahren durchgeführt. „Es wäre ja schön, wenn zu meinem Abschiedsgottesdienst alle meine Täuflinge vor der Kirche stehen würden“, lacht er.

Das ganze Porträt bringt die Dülmener Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe. Gedruckt und auch als E-Paper.

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