Polizei steht vor einem Rätsel
Statuenschändung in Serie

Dülmen. Nach den merkwürdigen Attacken von bösen Clowns, die bundesweit Menschen in Angst und Schrecken versetzen, stellt eine neue Tätergruppe die Polizei vor ein Rätsel: In kürzester Zeit sind an ganz unterschiedlichen Orten im Umfeld von Dülmen Marien- oder Heiligenstatuen geschändet worden.

Montag, 31.10.2016, 19:00 Uhr

Polizei steht vor einem Rätsel : Statuenschändung in Serie
Wie hier in Rorup fielen in Dülmen am Wochenende zahlreiche Statuen mit christlichem Hintergrund der blinden Zerstörungswut unbekannter Täter zum Opfer. Foto: Polizei

Was die Täter zu diesen sinnlosen Zerstörungen bewegt, kann sich die Polizei nicht recht erklären. „Das Motiv liegt, anders, als wenn die Täter ein wertvolles Metallkreuz stehlen, völlig im Dunklen. Wir glauben, dass es hierbei einzig um die reine Lust an der Zerstörung der Statuen geht, der Täter profitiert ja nicht davon.“

Mit der Vermutung eines Tatzusammenhangs ist die Polizei zurückhaltend. „Auf den ersten Blick könnte man einen Zusammenhang vermuten, aber dann müssten die Täter schon weite Entfernungen zurückliegen, um all die Zerstörungen im Außenbereich anrichten zu können“, erklärt Polizeisprecher Norbert Voßkühler. Das könnte geschehen sein, wenn es sich um antireligiöse Täter handelte, oder wenn die Taten im Zusammenhang mit Halloween stehen. Aber das sind reine Spekulationen, denen die Ermittler bislang noch nicht nachgehen.

An diesem Wochenende wurde unter anderem die Zerstörung der Marienstatue vor der Agatha-Kirche in Rorup bekannt (DZ berichtete), auch dem Engel über dem Karthäuser Kriegerdenkmal wurde die Nase abgeschlagen. Das Kriegerdenkmal in Weddern wurde am Wochenende ebenfalls Opfer der Wüteriche, hier beziffert die Polizei den entstandenen Sachschaden auf 300 Euro. Schließlich wurde auch das Wegekreuz in Empte am Hof Gerding beschädigt.

Die Kriminalpolizei sucht mit Hochdruck nach den Tätern, sie ist auf Zeugen angewiesen, die am Wochenende nahe der genannten Statuen etwas Ungewöhnliches bemerkt haben.

Hinweise an die Polizei unter Tel. 02594-7930.

Mehr zum Thema bringt die DZ am Dienstag in Printausgabe und E-Paper.

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