Schraapzucht im Regen
Erst Wohlbehagen, dann Chaos

Dülmen. Die einen schuften, die anderen genießen entspannt den wachsenden Wohlstand. Und wenn das Wachstum zum Stillstand kommt? Dann wird fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, das System wieder ans Laufen zu kriegen. Doch irgendwann läuft die scheinbar gut geölte Maschinerie heiß - am Ende bleiben nur Chaos und Zerstörung. Das Theater Tuig, das Dienstagabend Gast beim Dülmener Sommertheater auf dem Marktplatz war, fand in seiner Inszenierung „Schraapzucht“ (Habgier) eingängige Bilder für seine Kritik an der Konsumgesellschaft und einem Wirtschaftssystem, das auf dem Leitsatz von „immer mehr und immer schneller“ basiert.

Mittwoch, 03.08.2016, 17:41 Uhr

Schraapzucht im Regen : Erst Wohlbehagen, dann Chaos
Schuften für den Wohlstand: Auf einer zweistöckigen Bühne, die einer altmodischen Maschine glich, agierten die Akteure, beinahe wortlos, aber begleitet von Musik. Foto: Marcy

Die vier Schauspieler agierten zumeist wortlos, aber begleitet von Musik, auf einer doppelstöckigen Bühne, die einer komplizierten, altmodischen Maschine glich. Beherrscht wurde die Szenerie von einem großen Rad, das während der dreiviertelstündigen Aufführung per Muskelkraft von Schauspielern in weißen Anzügen angetrieben wurde, und einer Vielzahl von Schnüren mit Gewichten, die sich im Laufe des Geschehens zu Möbelstücken zurechtruckelten, später wieder auseinanderfielen.

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