Blick hinter die Kulissen
"Machen alles außer Voodoo"

Dülmen.  Einblick in das Innenleben eines Krankenhauses erhielten die Gewinner bei der DZ-Sommeraktion in den Christophorus-Kliniken an der Vollenstraße. „Sonst kommt man als Patient oder Krankenbesuch eher mit einem mulmigen Gefühl“, so Gewinnerin Maria König, die mit Ehemann Franz sowie Schwester Margret Frerick und Schwager Ludger Frerick einen über zweistündigen Blick hinter die Kulissen riskieren konnte. Claudia Koller von der Stabsstelle Medien geleitete die Gruppe in die Radiologie, wo Chefärztin Dr. Christel Vockelmann die Leser in das Herzstück der Abteilung - die Magnetresonanztomographie (besser bekannt unter der Abkürzung MRT) - führte.

Donnerstag, 21.07.2016, 17:56 Uhr

Blick hinter die Kulissen : "Machen alles außer Voodoo"
Die DZ-Gewinner Franz und Maria König (v.l.) sowie Margret und Ludger Frerick wurden zum Blick hinter die Kulissen der Christophorus-Kliniken von Claudia Koller begrüßt. Foto: Stief

„Fast jeder unserer Patienten kommt hier rein. Um ein homogenes Magnetfeld aufzubauen, wird der Tunnel benötigt“, erläuterte die Chefärztin. Die Stärke des Magnetfeldes demonstrierte die medizinisch-technische Assistentin Teresa Kemper den Besuchern anhand eines Schlüssels, der von dem Gerät sehr stark angezogen wurde.
Beruhigend für alle Patienten ist der Sicherheits-Notfallknopf, über den schnell Hilfe angefordert werden kann. Eher unangenehm ist für viele der Untersuchten das laute Geräusch im MRT, „aber auch daran wird in der Forschung gearbeitet“, versicherte Vockelmann. Ausgiebig informierte sich die Besuchergruppe der DZ über die Möglichkeiten der Computertomografie (CT). Als Probanden dienten zwei Blumen - mal mit, mal ohne Kontrastmittel, die im bildgerechten Verfahren in Ein-Millimeter-Scheiben dargestellt wurden. Zwar wird das Verfahren auch zum Aufspüren von Kunstfälschern oder von Künstlern wie Nick Veasey als Darstellungsform genutzt, aber von größtem Nutzen ist es jedoch für die Medizin. „Der bekannteste Patient war sicher der Ötzi,“ so Vockelmann, aber auch lebensrettend könnten virtuelle Darmspiegelungen sein, etwa bei der Erkennung von Blutungen oder dem Aufspüren von Polypen, die Krebs auslösen können.
„Wir machen alles außer Voodoo“, beschreibt Markus Altrath das Angebot in der Physiotherapie am Standort Dülmen. Ein achtköpfiges Team von Spezialisten arbeitet in dem Bereich, der früher als „Bäderabteilung“ bekannt war.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Freitag

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