Militärisches Logistikzentrum
US-Truppen werden über Dülmen versorgt

Dülmen. Nach mehreren vergeblichen Anfragen der Dülmener Zeitung reagiert nun Donald Wrenn, Sprecher der US-Armee in Europa. Er kündigt an, dass die amerikanischen Streitkräfte ab Oktober damit beginnen werden, die Tower Barracks, die im September von den Briten geräumt werden, als eine von drei künftigen Logistikzentralen in Europa auszubauen.

Freitag, 15.07.2016, 15:41 Uhr

Militärisches Logistikzentrum  : US-Truppen werden über Dülmen versorgt
Die US-Streitkräfte dürften erhebliche Mengen an Material und Personal nach Dülmen bringen. Hier ein Bild aus der Oberpfalz. Foto: dpa

Demnach soll der Standort Dülmen eine strategische Bedeutung für die militärische Präsenz der US-Armee in ganz Europa gewinnen, hier werden Panzer und andere Waffen deponiert, um sie rasch zu den in Europa stationierten Truppen zu liefern.

Wörtlich heißt es: „Wir wollen in Dülmen zusätzliche, kampffähige Ausrüstung lagern, die schnell überall auf dem Kontinent zum Einsatz kommen kann.“
Damit stimmt es zwar, wie Bürgermeisterin Lisa Stremlau und der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling berichtet hatten, dass in der ehemaligen Kaserne „ein Depot“ geplant ist, allerdings nicht, um Waffen oder Panzer lediglich einzumotten.

Ganz im Gegenteil: Die US-Armee sucht in Deutschland, Belgien und den Niederlanden Standorte, von denen aus die Truppen an den osteuropäischen Grenzen rasch und professionell logistisch unterstützt werden können. Das bestätigt auch der Sprecher der US-amerikanischen Streitkräfte.

In Dülmen hat Washington offenbar den idealen Standort gefunden: „Dülmen ist für unsere Zwecke sehr gut geeignet. Es gibt große Lagerhallen, einen voll funktionsfähigen Endbahnhof und die Gebäude und Infrastruktur befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand“, erklärt Wrenn. Die wichtigste Frage für Dülmen bleibt allerdings unbeantwortet: „Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, darüber zu spekulieren, wie viele Arbeitskräfte hier benötigt werden.“

Allerdings dürfte feststehen, dass ein solches militärisches Versorgungszentrum Mitarbeiter für die Abwicklung des Materialtransports als auch für die Bewachung von Waffen und Ausrüstung benötigt.

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