Christian Moll kandidiert in Ibbenbüren, Philipp Scholz in Senden
Zwei fürs Bürgermeisteramt

Dülmen. Im Dülmener Rathaus führen gerade drei Personen Wahlkampf um den Bürgermeisterstuhl. Amtsinhaberin Lisa Stremlau, Herausforderer und Stadtbaurat Clemens A. Leushacke - sowie Stadtplaner Philipp Scholz. Letzterer hat es jedoch nicht auf den Dülmener Chefsessel abgesehen, sondern auf den in Senden. Dort ist er Kandidat von SPD, UWG, FDP und Grünen.

„Ich habe bislang fast 5000 Hausbesuche gemacht“, berichtet der 52-Jährige. Manchmal, erinnert er sich lachend, sei das „Knochenarbeit“ gewesen, etwa bei 35 Grad im Schatten oder während eines Wolkenbruchs. Zwar habe er für den Wahlkampf Überstunden abbauen können, jedoch keinen Urlaub genommen. Denn auf seinem Schreibtisch würden gerade beispielsweise Projekte wie das Intergenerative Zentrum liegen, bei dem es um Fördergelder geht.

Dennoch: „Der Wahlkampf macht Spaß, und ich habe viele neue Leute kennengelernt.“ Allerdings, gibt er zu, habe sein Gegenkandidat Sebastian Täger die bessere Ausgangslage mit absoluter CDU-Mehrheit im Rücken. Mit zwischen 35 und 55 Prozent rechnet Scholz am Sonntag. Seine Kollegen im Dülmener Bauamt allerdings würden ihm eher weniger die Daumen drücken, verrät er schmunzelnd - weil sie den Stadtplaner nur ungern ans Sendener Rathaus verlieren würden.

Wenn der Spediteur Christian Moll der nächste Bürgermeister in Ibbenbüren würde, wäre das aus seiner Sicht „eine echte Sensation!“ Denn der CDU-Kandidat weiß, dass die SPD beim Bürgermeisteramt einen Erbhof verteidigt, der schwer zu erobern ist.
„Einhundert Prozent von hier“ plakatiere die Gegenseite, vielleicht auch als Anspielung darauf, dass der gebürtige Ibbenbürener Moll sich politisch lange in Münster und beruflich in Dülmen engagiert hat. „Es könnte allerdings ein Vorteil sein, dass Amtsinhaber Heinz Steingrever nicht erneut kandidiert“, hofft Moll auf seine Chance. Und in ungezählten Bürgergesprächen, auf Podiumsdiskussionen und Grillabenden habe er deutlich gemacht, dass ein Kandidat, der außerhalb Ibbenbürens erfolgreich war, Vorzüge hat. „Neues Denken - neue Chancen“ lautet sein Wahlmotto. Obwohl Moll als Unternehmer voll im Tagesgeschäft steht, kauft man ihm ab, wenn er sagt: „Ich brenne auf den Job als Bürgermeister.“ Bereits mit 13 Jahren habe er sich politisch engagiert. „Ich habe in

Diskussionen einen langen Atem.“ Die Geschäftsführung in der Spedition sei geregelt. „Aber darüber will ich noch gar nicht sprechen.“

Montag, 07.09.2015, 18:25 Uhr

 Christian Moll kandidiert in Ibbenbüren, Philipp Scholz in Senden  : Zwei fürs Bürgermeisteramt
In Dülmen gibt es zwei weitere Kandidaten, die gern Bürgermeister werden wollen. Foto: dpa
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