Ausschuss favorisiert offenes Netzwerk in der Innenstadt
Starkes Signal für Freifunk

Dülmen. Deutliche Signale für ein freies, offenes und ohne Anmeldung nutzbares W-Lan für Dülmen gingen am Dienstagabend vom Wirtschaftsförderungs-Ausschuss aus. „Wir wollen dabei grundsätzlich das Modell Freifunk unterstützen“, fasste der Ausschussvorsitzende Willi Wessels das Ergebnis der zuvor geführten Diskussion zusammen. „Eine Unterstützung kann bedeuten, dass wir das Projekt bewerben“, über mögliche finanzielle Zuwendungen müssten noch die Stadtverordneten bei den Etatberatungen für das kommende Jahr entscheiden.

Mittwoch, 02.09.2015, 18:50 Uhr

Für ein freies W-Lan in der Innenstadt sprach sich mehrheitlich der Wirtschaftsförderungsausschuss aus.
Für ein freies W-Lan in der Innenstadt sprach sich mehrheitlich der Wirtschaftsförderungsausschuss aus. Foto: Stief

Manuela Pross (CDU) sprach sich für das Modell Freifunk aus, „denn das kommt dem Ziel von einem flächendeckenden W-Lan in Dülmen am nächsten, wie es auch die Junge Union in ihrer Anregung an die Stadt gefordert hatte. Jetzt sollten wir auch viele Gewerbetreibende finden, die sich beteiligen.“ Heiner Kiekebusch: „Wir haben in der SPD über das Thema diskutiert und drei Mitglieder aus dem Vorstand wohnen in der Innenstadt und würden bei dem Projekt sofort mitmachen. Das sollte auch für andere eine Motivation sein.“
Gunnar Dipp vom Team Freifunk Münsterland hatte im Ausschuss die Freifunk-Idee erläutert, die schon in anderen Städten umgesetzt wurde: „Bei uns können Privatpersonen und Gewerbetreibende mitwirken, indem sie einen Router aufstellen und mit Strom und möglichst einem Internetanschluss versorgen. Je größer die Zahl der Teilnehmer, desto mehr Fläche wird abgedeckt.“ Abmahnungen müssten die Nutzer nicht befürchten, „denn die Daten werden vom Router verschlüsselt an den Freifunk-Server geleitet.“ Dem Gesetz nach sei Freifunk als Internet-Service-Provider von der Störerhaftung ausgenommen. Voraussetzung für eine Nutzung sei ein gängiger Router mit der entsprechenden Freifunk-Software. „Mit dem freien W-Lan haben Gäste der Stadt, wie auch Flüchtlinge und Bürger ohne Internetzugang die Möglichkeit zur Nutzung des Netzes“, erläuterte Dipp. Außerdem könnten bei größeren Veranstaltungen auf Kirchplätzen oder Festwiesen W-Lan eingerichtet werden. „Das haben wir auch schon erfolgreich beim Schützenfest in Rorup getestet.“

Mehr zum Thema in der Donnerstagsausgabe der Dülmener Zeitung und im E-Paper.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3484343?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker