Norbert Woeste ist von Welte nach Schermbeck gelaufen
Arbeitsweg einmal anders

Dülmen. Von Schermbeck im Kreis Wesel über die Autobahn 31, Abfahrt Dülmen/Borken und dann Richtung Welte, genauer: Baumschule Rüskamp. Norbert Woeste fährt jeden Tag etwa 40 Kilometer zur Arbeit. Mit dem Auto. Das geht zwar schnell, hat aber einen entscheidenden Nachteil: „Man nimmt leider die schöne Landschaft um einen herum gar nicht so richtig wahr.“

Dienstag, 11.08.2015, 19:30 Uhr

Norbert Woeste ist von Welte nach Schermbeck gelaufen : Arbeitsweg einmal anders
So ging’s nach Schermbeck: Norbert Woeste startete seine 38 Kilometer lange Wandertour an der Baumschule Rüskamp. Foto: Rauert/Karte: OpenStreetMap, Sitemap, chr

Ganz klar, daran musste sich etwas ändern. Vor allem, weil Woeste seit dem 1. August genau 40 Jahre lang in dem Betrieb ist. Warum also nicht einfach mal den weiten Weg gehen, fragte sich der Jubilar.
Gesagt, getan - und zwar am 26. Juli, einem Sonntag. „Gemeinsam mit meiner Frau konnte ich vorher sogar ein bisschen trainieren, 25 Kilometer sind wir gelaufen“, sagt er. „Dann mussten 15 Kilometer obendrauf auch noch machbar sein“, fügt er hinzu.

„Mein Sohn hat mich morgens nach Dülmen gebracht, zurück bin ich dann komplett zu Fuß“, erklärt Norbert Woeste, der während der gesamten Strecke nicht mehr als vier Bananen und ein paar Getränke im Gepäck hatte. „Ich wollte meinen Magen eben nicht zu sehr belasten.“ Los ging’s um 9 Uhr, natürlich in vollständiger Montur. Die besitzt der Hobby-Wanderer sowieso.

Merfelder Bruch, Gärtnersiedlung Hülsten, Bahnhof Reken mit kurzer Pause, weiter nach Klein Reken, vorbei an Lembeck und Rhade, schließlich ab Erle in Richtung Schermbeck - die Route sollte sich deutlich von der üblichen Tour zur Arbeit unterscheiden. Nur über kleine Nebenstraßen führte der Weg, die meisten davon asphaltiert. „Das macht die Sache nicht unbedingt leichter“, erläutert Woeste. „Lockerer Waldboden ist beim Wandern viel angenehmer.“

Kein Wunder, dass kurz vorm Ziel die Füße schmerzten: „Da musste ich meine Zähne ziemlich zusammenbeißen. Aber die Heimat konnte man ja schon riechen.“ Um 16.45 Uhr war es dann so weit: Ein kühles Bier und Woestes Söhne erwarteten ihn zu Hause.

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