Hausdülmener frühstücken auf dem Schulhof
Schützen-Ente thront auf der Anrichte

Hausdülmen. Justus darf beim Auspacken helfen. Salami, Pfeffer- und Salzstreuer, Schmierkäse, alles fischt der Zweijährige aus dem Picknickkorb. Und natürlich seinen eigenen Teller, rot und aus Plastik. Mutter Nicole Harms sieht lachend zu, sie ist bester Laune. „Das kann man eigentlich regelmäßig im Sommer machen“, sagt sie und blickt über den Hausdülmener Schulhof, wo gerade überall Körbe, Taschen und Kühlboxen geleert und Tische mit zahlreichen Leckereien gefüllt werden. „Gemeinsam zu frühstücken, das ist wirklich nett.“

Sonntag, 09.08.2015, 18:29 Uhr

Hausdülmener frühstücken auf dem Schulhof : Schützen-Ente thront auf der Anrichte
Die teilweise liebevoll angerichteten Leckereien sowie die Tischdekoration hatte jede Gruppe selber mitgebracht. Foto: Kerstan

Mit dieser Meinung ist sie am Sonntagvormittag nicht allein. Anlässlich des 900-jährigen Bestehens von Hausdülmen ist zum großen Jubiläumsfrühstück eingeladen worden. Und die Dorfbewohner kommen. „Halb Hausdülmen ist mit Sack und Pack unterwegs“, stellt eine Frau lachend fest. Was gar nicht so falsch ist, denn angesichts des sommerlichen Wetters bringen viele Pavillons und Sonnenschirme gleich mit.

35 Tische für jeweils etwa acht Personen seien im Vorfeld reserviert worden, berichtet Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann. Jeder bringt mit, was er möchte. Tatsächlich ist die Vielfalt groß: Die einen genießen ein Sektfrühstück mit frischen Brötchen, bei anderen gibt es Fingerfood. Weintrauben und Erdbeeren locken, Käseplatten und Baguettes, Dips, Salate, Frikadellen und Mini-Wraps - alles meist sehr liebevoll angerichtet, das Auge isst schließlich mit.

Gleich zwei Tische haben die Nachbarn vom Sillerkamp reserviert. „Wir haben das Frühstück in unser Sommerfest integriert“, berichtet Anwohnerin Martina Bresser, gleichzeitig aktuelle Schützenkönigin der Burgwache. Um lästige Wespen zu vertreiben, hat sich die Gruppe etwas einfallen lassen: Mit Nelken gespickte Zitronenscheiben sowie glühendes Kaffeepulver sollen die Insekten fernhalten.

Am Tisch von Rita Pricha, Bressers Vorgängerin als Schützenkönigin, ist ein anderes Tier hingegen ausdrücklich erwünscht: Eine Pieleente in Schützenkluft hat die Großfamilie Stockbrink dabei. Die thront jetzt auf der mehrstöckigen Anrichte, die beladen ist mit Weintrauben, Tomaten, Schüsseln und Platten. Denn auch wenn die Familie zwei Tische zusammengestellt hat: „Wir müssen in die Höhe bauen“, sagt Pricha lachend. Und serviert wird das Frühstück auf dem guten Goldrand-Geschirr der Großmutter, extra für den Anlass herausgeholt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der DZ-Printausgabe von Montag und im E-Paper.

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