Verfolgte des Nazi-Regimes
Flucht nach Chile rettete Leben

Dülmen. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn man seinen Namen vergisst“, mahnten Schüler der Hermann-Leeser-Schule am Donnerstagmorgen in der Marktstraße. Die sechste Jahrgangsstufe der Realschule sorgte jetzt dafür, dass die Familie Ernst Leeser, die während des Nationalsozialismus aus Dülmen und schließlich aus Deutschland flüchten musste, nicht in Vergessenheit gerät.

Donnerstag, 05.06.2014, 18:14 Uhr

Verfolgte des Nazi-Regimes : Flucht nach Chile rettete Leben
Schüler erinnerten an das Leben der Familie Ernst Leeser, während Gunter Demnig die Stolpersteine verlegte. Foto: Matthäus Klemke

Beim Heerman-Leeser-Lauf vor zwei Jahre kamen durch den Einsatz der Mädchen und Jungen Spenden für vier Stolpersteine zusammen, die von dem Künstler Gunter Demnig in das Straßenpflaster vor Alkazar eingelassen wurden.
Seit 2005 sind die kleinen Denkmäler überall in der Innenstadt zu finden, doch zum ersten Mal erinnern Plaketten jetzt an Menschen, die ins Exil gehen mussten und nicht deportiert wurden.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup lobte die Arbeit der Jugendlichen und warnte davor, die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte zu scheuen: „Ich finde es klasse, wie intensiv ihr euch mit dem Thema auseinander gesetzt habt. Es ist wichtig solche visuellen Punkte zu setzen, denn auch dieses dunkle Kapitel ist ein Teil Dülmens“.

Ausführliche Berichterstattung über die Verlegung der Stolpersteine und das Schicksal der Familie Ernst Leeser in der Freitagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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