Concepta plant an Münsterstraße um
Achse braucht einen vierten Pol

Dülmen. Dr. Andreas Martin von der Concepta-Projektentwicklung stellte am Donnerstagabend die aktualisierten Pläne für das Achsenprojekt im eigens dafür einberufenen Ausschuss vor.

Donnerstag, 07.03.2013, 20:40 Uhr

Concepta plant an Münsterstraße um : Achse braucht einen vierten Pol
Mit transparenten Elementen und rotem Klinker soll die Stadtgalerie sich auf dem Overbergplatz ins Dülmener Stadtbild einfügen. Foto: Concepta Projektentwicklung

Bekanntlich soll eine Stadtgalerie auf dem Overbergplatz entstehen, dazu ein Rathauscafé sowie Büros und Kanzleien im neuen Anbau  am Rathaus sowie ein kombiniertes Geschäfts- und Parkhaus auf dem Gelände des heutigen Kik-Gebäudes an der Münsterstraße.

Doch bevor Martin die Details zu den drei Neubauten erläuterte, zeigte er dem Ausschuss einen Filmbeitrag, der in seinem Auftrag Menschen in der Dülmener Innenstadt interviewte: „Kein gutes Angebot, wenig Abwechslung, nur für alte Leute interessant“ - die Bestandsaufnahme des aktuellen Angebots in Dülmens Fußgängerzone war verheerend.

Und Martin versprach nach fünf Jahren Planung in Dülmen rasche Abhilfe: „Wir werden bald die Bagger sehen.“ Die sollen noch in diesem Jahr auf dem Marktplatz anrücken, um zunächst das Bauprojekt Rathauscafé in Angriff zu nehmen. Anschließend soll die Münsterstraße in Angriff genommen werden - allerdings mit einem stark zurückgefahrenen Parkplatzangebot und einer Lösung, die nun neben Handel auch Büroflächen im Obergeschoss und Wohnungen im rückwärtigen Bereich zum Ostring hin vorsieht.

Insbesondere die nur noch 60 statt ursprünglich angedachten 200 Stellplätze machten Politik und Verwaltung deutliche Kopfschmerzen. „Vielleicht müssen wir über ein zusätzliches bewirtschaftetes Parkhaus im Bereich des Schlossparks zwischen Telepoint und Krankenhaus als vierten Baustein der Achse nachdenken“, brachte Stadtbaurat Clemens A. Leushacke eine ganz neue Überlegung ins Spiel.

Die Stadtgalerie auf dem Overbergplatz, das eigentliche Herzstück der Innenstadtmodernisierung, soll als letzter Baustein der Achse realisiert werden. „Wir wollen in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen, und wir freuen uns, schon im Herbst 2014 alle Dülmener in die dann neu eröffnete Stadtgalerie einzuladen“, gab Martin sich optimistisch. Hier sollen insgesamt 10.000 Quadratmeter Fläche entstehen, von denen 7500 Quadratmeter als Verkaufsfläche genutzt werden. Etwa die Hälfte davon werde von zwei großen Textilanbietern belegt, die eigentlichen Ankermieter der Stadtgalerie. Die Concepta, bekräftigte Martin, glaube fest an den Standort Dülmen und sie habe bereits einen größeren sechsstelligen Betrag in den Ausbau der hiesigen Einkaufsmöglichkeiten investiert.

Die größten Sorgen der Lokalpolitik galten der veränderten Konzeption an der Münsterstraße und der Frage, ob die neue Stadtgalerie keine Bedrohung für den bestehenden Einzelhandel in der Innenstadt darstelle.

Die Concepta wird bei der Bürgeranhörung am Dienstag, 19. März um 19 Uhr in der Aula des Clemens-Brentano-Gymnasiums auch die Ergebnisse der Wirkungsanalyse vorstellen, welche die Folgen der geplanten neuen Verkaufsflächen für den innerstädtischen Einzelhandel untersucht.

Gegen die Stimmen von UWG, Bündnisgrünen und GAL beschloss der gemeinsame Ausschuss für Bau und Wirtschaftsförderung, die Verwaltung zu beauftragen, den Planungsstand bei der Bürgeranhörung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Dann dürfte auch die Frage nach der Lindenallee am Lohwall und der Fassadengestaltung für neue Diskussionen sorgen.

Einen weiteren Bericht sowie einen Kommentar zur Innenstadtentwicklung bringt die Dülmener Zeitung in ihrer Freitagsausgabe.

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