Dülmen
Möbel Lehmkuhl an Finke verkauft 

Samstag, 24.12.2011, 22:53 Uhr

Seit 1972 ist Möbel Lehmkuhl an der Halterner Straße zu finden. Im Spätsommer wird das Haus an die Firma Finke übergeben, die nach einem Umbau im Herbst hier den Wohndiscounter „Preis-Rebell“ eröffnet. (Foto: Claudia Marcy)

Dülmen. Die Familie Lehmkuhl hat ihr Unternehmen Möbel Lehmkuhl an die Unternehmensgruppe Finke verkauft. Die Entscheidung für den Verkauf von Möbel Lehmkuhl wurde von der Familie recht kurzfristig getroffen, räumt August-Michael Lehmkuhl (52) ein. Leicht gefallen sei der Schritt nicht. Doch gebe es drei wesentliche Gründe, die für den Verkauf sprachen.

So gebe es aus der Familie keinen Nachfolger, der das Unternehmen weiterführen wird. Auch die wirtschaftliche Lage und unsichere Zukunftsperspektiven spielten bei der Entscheidung eine Rolle. Neben der Konkurrenz durch die großen Möbelhäuser hat die Kaufzurückhaltung der Kunden in der Wirtschaftskrise die Situation verschärft. Entscheidend war zudem, dass das Unternehmen Finke alle 18, zum Teil langjährigen Mitarbeiter von Möbel Lehmkuhl weiter beschäftigen wird, teilte August-Michael Lehmkuhl mit.

Im Spätsommer wird die 7500 Quadratmeter große Immobilie an Finke übergeben. Die Finke-Gruppe wird im Herbst hier den sechsten Wohndiscounter „Preis-Rebell“ eröffnen - nicht ohne zuvor das Gebäude zu entkernen und neu zu gestalten. Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Angaben der Finke-Unternehmensgruppe dabei auf 3,5 Millionen Euro.

Der Räumungsverkauf bei Möbel Lehmkuhl beginnt Anfang Juni. „Alle bestehenden Aufträge werden vertragsgerecht mit der gewohnten Sorgfalt bearbeitet und ausgeliefert. Alle Garantieansprüche der Kunden bleiben selbstverständlich bestehen“, erläutert August-Michael Lehmkuhl.

Gegründet wurde Möbel Lehmkuhl 1946 von Karl Heinz Lehmkuhl mit einer Schreinerei in der Overbergstraße. 1957 erfolgte der Umzug an die Münsterstraße, 1972 in den Neubau an der Halterner Straße. Möbel Lehmkuhl ist ein Vollsortimenter mit dem Schwerpunkt Küchenbereich.

Für die Finke-Gruppe war unter anderem die verkehrsgünstige Lage des Hauses zwischen Dülmen und Haltern wichtig, zudem die Nähe zur A 43 ein Ansiedlungsgrund. „Wir wollen mit unserer Ansiedlung auch den Standort Dülmen stärken, der als größte Stadt des Kreises Coesfeld eine zentrale Bedeutung für die Region hat“, betont der Sprecher der Geschäftsführung der Finke-Gruppe, Klaus Stroppel.

Die Finke-Gruppe wird in dem Gebäude 5000 Quadratmeter für die Verkaufsfläche und 2500 Quadratmeter für Lager, Büros und Nebenräume nutzen. „Mit dieser Aufteilung können wir unser Konzept, das sich durch eine hohe Verfügbarkeit der Waren auszeichnet, sehr gut umsetzen“, erläutert der Geschäftsführer des „Preis-Rebell“, Manfred Schledde. Der Wohndiscounter wird in Dülmen 30 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten.

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