AvD-Gymnasium entlässt Abiturientia 2015
72 Amigos sagen Abios

Dülmen. Auch wenn die Abiturientia 2015 sich in ihrer Einladung zur Entlassfeier einen Spruch der Namensstifterin ihres Gymnasiums, Annette von Droste-Hülshoff, zu eigen gemacht hatte: Auf ihrer Verabschiedung bewiesen die 72 Absolventen, dass sie keineswegs konservativ und rückwärtsgewandt denken und handeln.

Freitag, 12.06.2015, 19:09 Uhr

AvD-Gymnasium entlässt Abiturientia 2015 : 72 Amigos sagen Abios
72 Wünsche schickten die Abiturienten in den Dülmener Himmel. Foto: Michalak

Ganz im Gegenteil: Da wurde den Jahrgangsstufenlehrerinnen Anke Reichenbach und Ruth Spiekermann, besser bekannt als „Stufenmuttis“ mal flott das Du angeboten, die Schülersprecher Lisa Wardemann und Niklas Hesselmann stießen noch auf der Bühne mit einem Gläschen auf den gemeinsamen Erfolg von Eltern, Lehrern und Schülern an, und die Musiker bekannten durch die Bank, dass sie eigentlich soeben erst von ihrem Auftritt erfahren hatten.

Außerdem, gestanden die Pennäler, sei in ihrem Jahrgang das soziale Engagement sicher deutlich stärker ausgeprägt, als das fachliche Können. „Erst Fiesta dann Siesta“ - das ergänzende Abimotto zu „Abios Amigos“ scheint zum Lebensmotto für viele der frisch gebackenen Abiturienten werden zu können. Zumindest für dieses Wochenende gönnen Eltern und Lehrer ihren Schützlingen diese Reihenfolge von Herzen, wie nicht nur Elternvertreter Holger Schmidt versicherte.
Nicht vergessen hatten die Schüler den langjährigen Schulleiter Gregor Leydag, der just in dem Jahr die Leitung des AvD übernommen hatte, als die heutigen Abiturienten auf das Gymnasium kamen. Mit einem lustvollen „Leydageil“ erinnerten sie daran, dass sie nicht die einzigen sind, die in diesem Jahr den Abgang machen.

Leydag selbst nahm, ebenso wie Bürgermeisterin Lisa Stremlau, den Grußspruch der Droste „Der eigentliche Kern der Freundschaft: ein Glaube, ein Hoffen, ein gemeinsames Werk! es liegt eine große Freude darin.“ - zum Anlass, über die digitale Freundschaft, wie sie in den sozialen Netzwerken rasch geknüpft werden kann, zur persönlichen Freundschaft in Bezug zu setzen. „Die sozialen Netzwerke bieten viele Chancen, aber sie bergen eben auch die Gefahr der sozialen Vereinsamung“, mahnte Leydag. Und Stremlau berichtete von der persönlichen Freundschaft mit ihrem gemeinsamen Lachen und dem sich in die Augen sehen, die am Computer nicht zu haben sei.

Gleich drei Schüler wurden in diesem Jahr für ihr soziales Engagement geehrt, es sind Fabian Peters, Kim Kettner und Britta Mahmens. Fabian Peters ist zugleich mit einem glatten Einserabitur auch Jahrgangsbester sowie bester Schüler in den Fächern Mathematik und Sozialwissenschaften.

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