Tierschützer wollen an der Wildpferdebahn demonstrieren
Erneuter Protest gegen Fang

Dülmen. Es waren rund 15 Personen, die mit Plakaten und Transparenten an der Zufahrt zum Merfelder Bruch standen: Zum ersten Mal protestierten verschiedene Tierschutz-Initiativen im vergangenen Jahr gegen den Wildpferdefang. Nun soll die Aktion wiederholt werden.

Montag, 20.04.2015, 18:54 Uhr

Mit Plakaten und Transparenten standen im vergangenen Jahr beim Wildpferdefang rund 15 Vertreter verschiedener Tierschutz-Initiativen an der Zufahrt zum Merfelder Bruch.
Mit Plakaten und Transparenten standen im vergangenen Jahr beim Wildpferdefang rund 15 Vertreter verschiedener Tierschutz-Initiativen an der Zufahrt zum Merfelder Bruch. Foto: Kerstan

Die Tierrechtsorganisation „Animals United Rhein-Ruhr“ hat nach eigenen Angaben für Samstag, 30. Mai, von 9 bis 15 Uhr eine Protestaktion angemeldet. Man wolle wieder an der Zufahrt zum Besucherparkplatz stehen, unterstützt von Mitgliedern anderer Organisationen und Einzelpersonen.
Polizeisprecher Ralf Storks bestätigt, dass bei der Kreispolizeibehörde ein entsprechender Antrag vorliege. In der zweiten Maiwoche finde dazu ein Kooperationsgespräch mit allen Beteiligten statt. „Schon klar ist, dass das alles im gleichen Rahmen stattfinden soll wie im vergangenen Jahr“, betont Storks. Die herzögliche Verwaltung werde wieder eine Fläche direkt hinter dem Eingangstor zur Wildpferdebahn zur Verfügung stellen.
„Ich glaube, dass wir Proteste nun jährlich haben werden“, sagt Josef Kirchbeck, Direktor der Herzog von Croy’schen Verwaltung. Damit habe man als Veranstalter jedoch kein Problem. „Ich finde es richtig, dass man auch solchen Gruppen ein Ventil gibt, sich zu artikulieren“, betont er. „Gesprächsbedarf, wenn er da ist, wird gerne erfüllt.“
So habe es im vergangenen Jahr, nach dem Wildpferdefang, ein Treffen zwischen mehreren Vertretern der Tierschutz-Initiativen und der Verwaltung gegeben. „Aber ohne konkrete Ergebnisse“, so Kirchbeck. Vonseiten der Verwaltung gebe es das Angebot zu weiteren Gesprächen, wenn die Tierschützer ihre Wünsche formuliert hätten. „Wir haben dann nicht mehr gehört.“

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