Azubi-Speed-Dating
Kennenlernen im Viertelstundentakt

Dülmen. Eine konkrete Bewerbung hatte Jan Woelke nicht mitgenommen, aber seinen Lebenslauf, Zeugnisse und seine Praktikumsbescheinigung. Der Schüler der Marienschule war einer von rund 50 Jugendlichen, die sich Freitag  zum ersten Azubi-Speed-Dating im Dernekamp einfanden. Vor der ersten „Verabredung“ sei er aufgeregt gewesen, gestand er, aber das habe sich schnell gelegt.

Freitag, 03.05.2013, 20:43 Uhr aktualisiert: 03.05.2013, 20:59 Uhr
Azubi-Speed-Dating : Kennenlernen im Viertelstundentakt
Konzentrierte Gespräche zwischen Jugendlichen und den Personalchefs der Unternehmen fanden beim ersten Azubi-Speed-Dating im Dernekamp statt. Foto: Claudia Marcy

Eine Viertelstunde hatte jeder Bewerber Zeit, sich bei einem Unternehmen seiner Wahl vorzustellen und mit den Personalchefs ins Gespräch zu kommen. 15 Unternehmen nutzten die Gelegenheit, sich hier den jungen Leuten zu präsentieren, ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln, welche Anforderungen der gewählte Beruf stellt, und zugleich einen ersten Eindruck von den Bewerbern zu bekommen.

Verlief das Gespräch positiv, kam das Angebot, die Bewerbungsunterlagen einzureichen und sich - möglicherweise bei einem Praktikum - näher kennen zu lernen.

Es gehe nicht nur darum, Ausbildungsplätze zu besetzen, sondern man wolle die jungen Leute darüber hinaus in das Unternehmen eingliedern, machte Ralf Stange, Ausbildungsleiter bei Aldi, deutlich, dass es den Betrieben um längerfristige Perspektiven gehe.

Stefan Burghoff vom Dülmener Software-Unternehmen go-S3 hatte an dem Nachmittag zwar nicht nonstop zu tun, berichtete aber von interessanten Gesprächen mit aufgeschlossenen und gut vorbereiteten Schülern. Dass sich eine junge Frau für die angebotene Ausbildung zur Fachinformatikerin interessierte, freute ihn besonders. Meist gebe es nur männliche Bewerber.

Viele Unternehmen nutzten das Azubi-Speed-Dating, um sich vorzustellen und bekannter zu machen, sagte Sabine Pöhling von Dülmen Marketing. Gemeinsam mit Rolf Braun von der IDU (Interessengemeinschaft Dernekämper Unternehmer) hatte sie die Veranstaltung vorbereitet.

Die Unternehmen, so berichtete sie, waren für das Projekt schnell zu begeistern. Unsicher war, ob die Jugendlichen die Einladung zum geschäftlichen Date annehmen würden. Sie nämlich konnten unangemeldet vorbeikommen, mussten sich lediglich vor Beginn in Listen mit den Gesprächsterminen eintragen. Aber als am Freitagnachmittag die ersten Listen schon nach zehn Minuten voll waren, stand fest: Die Premiere ist gelungen.

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