Leserreise
Nachlese: Hvala Hrvatska - Danke Kroatien

Dülmen. Trotz Jugo und Bura, den tückischen Fallwinden, die gerade im April noch an der Makarska-Riviera, der Perle Kroatiens an der Adria, manchmal vorherrschen, zeigt sich die Dalmatien-Küste den 25 Dülmenern von der schönsten Seite.

Samstag, 04.05.2019, 00:01 Uhr
Eine tolle Woche mit unvergesslichen Eindrücken erlebten die Dülmener und zwei Mendenerinnen bei der DZ-Leserreise nach Kroatien
Eine tolle Woche mit unvergesslichen Eindrücken erlebten die Dülmener und zwei Mendenerinnen bei der DZ-Leserreise nach Kroatien Foto: Jürgen Primus

Viel Sonne, angenehme Temperaturen um 24 Grad sowie die tolle Kulisse vom bis zu 1760 Meter hohen Biokovo-Gebirge im Rücken und dem Meer mit dem blau-grünen, kristallklaren Wasser vor der Haustür, sorgen dafür, dass sich die Münsterländer sofort in Land und Leute verlieben.

Hvala Hrvatska, auf deutsch: „Danke Kroatien“. Das Hotel Meteor, ein Vier-Sterne-Haus, ist für eine Woche das Zuhause. Vom Balkon gibt es direkten Blick aufs Meer und auf das Gebirge. Die Zimmer sind groß und sauber, das Frühstück und das Abendbuffet abwechslungsreich.

Reiseleiterin Inga Filipovic (46) begleitet die DZ-Leser zu allen Ausflügen. Sie kennt das Münsterland sehr gut und kann so immer wieder interessante Vergleiche zwischen Deutschland und Kroatien anstellen. Durch ihre nette und charmante Art werden die Reisenden nicht nur mit Zahlen gelangweilt. Auf alle Fragen weiß sie eine Antwort. Zudem lässt sie den Dülmenern bei den Ausflügen genügend Freiraum, um die Orte auf eigene Faust zu erkunden.

Busfahrer Veljko bringt die Gruppe flott, aber sicher, über die Küstenstraße. Der erste Trip führt nach Omis, unterwegs wird ein außerplanmäßiger Stopp eingelegt, um den Wasserfall Gubavica zu sehen. Nach den langen Regenfällen in den Wochen zuvor rauschen die Fluten gut 200 Meter in die Tiefe. In Omis wartet schon ein Boot auf die Dülmener. Auf dem Fluss Cetina geht es durch Schluchten. Das Wasser hat sich in Jahrtausenden seinen Weg durch das Kalksteingebirge gebahnt. Rechts und links türmen sich die Felsformationen vor dem strahlend blauen Himmel auf. Schildkröten sind zu sehen, die sich auf alten Baumstämmen sonnen.

Die Unesco-Städte Trogir und Split warten an Tag zwei. Trogir hat nur knapp über 13.000 Einwohner und zählt seit 1997 zum Unesco-Weltkulturerbe. Den historischen Stadtkern, der auf einer Insel liegt, erkunden die Dülmener zu Fuß. Beeindruckend sind die gut erhaltenen Stadtmauern. Vor dem Bildnis von Petar Berislavic genossen die Dülmener die besondere Atmosphäre einer Klapa, eines traditionellen A-cappella-Gesanges. Die vier Musiker bezaubern ohne Begleitung durch Instrumente nur mit ihren Stimmen und dem intensiven Gesang von der Liebe, der Heimat und der Arbeit.

An der Kathedrale des heiligen Laurentius, dem Schutzheiligen Trogirs, bewundern die Dülmener die Arbeit des Bildhauers Radovan am westlichen Portal. In Split dreht sich alles zunächst um den Diokletianpalast, um das Bauwerk des römischen Kaisers, das in nur zehn Jahren geschaffen wurde, und dessen Herrscher 305 nach Christus abdankte und der besonders durch die Christenverfolgung den gläubigen Kroaten in Erinnerung geblieben ist. Über das bronzene Tor, also von der Seeseite, gelangen die Dülmener in den Palast, sehen sich zunächst in den Kellergewölben um.

Weil Jugo zu stark bläst und das Meer wellig wird, muss der Schiffsausflug zur Insel Brac verschoben werden. Die DZ-Leser genießen einen Tag Freizeit. Tags drauf, auf dem Weg nach Dubrovnik, ist wieder bestes Wetter. Dubrovnik selber glänzt durch seine Altstadt. 2000 Granaten waren dort während des Jugoslawien-Krieges Anfang der 90er-Jahre eingeschlagen. Heute sind nur noch an zwei Stellen die Beschädigungen als Mahnung zu sehen. 200 Kuna, also fast 30 Euro, kostet der Zutritt auf die fast zwei Kilometer lange Stadtmauer. Die 1080 Stufen bewältigt kaum jemand, aber die Ausblicke auf die Stadt und das Meer sind unbeschreiblich.

Beim zweiten Versuch für den Bootsausflug zur Insel Brac ist das Meer spiegelglatt. Von der Insel stammt der Kalksandstein, der im Brandenburger Tor und im Weißen Haus in Washington verarbeitet worden ist. In Puscica und Povlja genießen die Dülmener das Flair der kleinen Hafenstädte. Beim Einlaufen in den Hafen von Makarska, nach dem Schiffsausflug zur Insel Brac, kommen den Touristen zwei Delfine entgegen. Die Aufregung an Bord ist groß.

Für viele der Höhepunkt der Reise ist der abschließende Besuch des Krka-Nationalparks. Als eine der ersten Besucher an dem Tag erleben die Dülmener den Fluss Krka, wie er über verschiedene Ebenen hinweg in die Adria fällt. Der Skradinski Buk, der größte Wasserfall, ist atemberaubend und war beliebtes Motiv in Winnetou-Filmen. Zum Schluss steht Šibenik auf dem Programm, eine Stadt, die vor Paris Strom hatte. Die Altstadt besticht besonders durch die Taufkapelle in der St.-Jakob-Kathedrale.

Nach nur einer Woche heißt es für die Dülmener „Do videnja“, Auf Wiedersehen zu sagen. Viele aus der Reisegruppe wollen auch gerne wiederkommen.

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