Leserreise
Nachlese: Acht erlebnisreiche Tage auf der Mittelmeer-Insel

Eine Woche Sonne, bis zu 28 Grad, dazu ein Mittelmeer, das zum Baden einlud, und ein schöner Sandstrand direkt am Hotel: Zurück in den Sommer ging es für die 21 Teilnehmer der DZ-Leserreise nach Sardinien.

Donnerstag, 11.10.2018, 15:55 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 06.10.2018, 00:01 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 11.10.2018, 15:55 Uhr
Acht erlebnisreiche Tage verbrachten die DZ-Leser auf Sardinien. Gleich mehrere Ausflüge standen auf dem Programm, Ausgangspunkt war das Grand Hotel Smeraldo Beach im Nordosten der Insel.
Acht erlebnisreiche Tage verbrachten die DZ-Leser auf Sardinien. Gleich mehrere Ausflüge standen auf dem Programm, Ausgangspunkt war das Grand Hotel Smeraldo Beach im Nordosten der Insel. Foto: Elfriede Medding

Acht Tage lang erkundeten sie die italienische Mittelmeerinsel mit ihren malerischen Buchten, felsigen Küsten und dem bergischen Landesinneren.

Begleitet wurde die Gruppe ab Dülmen von Karin Müller-Milone, am Flughafen auf Sardinien wartete zudem Reiseleiterin Christina Ricci. Die lebt seit 35 Jahren auf der Insel und begeisterte mit ihrem Fachwissen sowohl zur Geschichte als auch zur Geologie Sardiniens.

Denn neben entspannten Stunden am hoteleigenen Strand (untergebracht waren die Dülmener in Baja Sardinia an der Nordostküste) stand bei fünf Ausflügen die Erkundung der Insel an. So ging es am zweiten Tag mit dem Bus und Busfahrer Stefano an die Costa Smeralda, die bekannteste Küste Sardiniens. Hier wartete bereits eine Fähre, um die Gruppe auf die Insel La Maddalena zu bringen. Malerische Ausblicke warteten bei einer Rundfahrt.

Zurück auf der Hauptinsel ging es durch die Berge der Gallura noch Porto Cervo, der „Stadt der Reichen“. Woher der Name kommt? Ein Blick in die Schaufenster-Auslagen reichte. Ein Mantel für 1000 Euro, ein T-Shirt für 600 Euro - diese Preise ließen so manche Kinnlade herunterfallen. Wenig überraschend, dass der Cappuccino auf der Piazza mit stolzen sechs Euro der teuerste der gesamten Reise sein sollte.

In den Nordwesten ging es am nächsten Tag. Dort besuchte die Gruppe Alghero, das mit seiner malerischen Altstadt samt Hafen zu den schönsten Orten Sardiniens zählt. Und noch etwas anderes beeindruckte hier: Überall sah man kunstvolle Korallen-Arbeiten. Bei den Fahrten durch Sardiniens Norden erläuterte Reiseleiterin Christina Ricci auch eine Besonderheit der Insel: Diese besteht aus Granit, was sie vergleichbar wenig anfällig für Erdbeben macht.

Die eindrucksvolle Landschaft der Gallura sollte dann am vierten Tag das Ziel sein. Nur: Auf dem Weg nach Tempio blieb der Bus liegen. Glücklicherweise erwies sich Fahrer Stefano als Organisationstalent, innerhalb von einer Stunde waren Ersatzbus samt neuem Fahrer vor Ort. Die DZ-Leser nahmen die kurze Verzögerung mit Humor. Schließlich boten die Berge der Gallura mit ihren imposanten Granitformen, dichten Korkeichenwäldern und grünen Weiden zahlreiche schöne Fotomotive. Apropos Granit: In Tempio selbst sind alle Häuser aus diesem Gestein gebaut.

Nahe der Stadt wartete auch die Nuraghe Majori auf die Dülmener, einer der am besten erhaltenen Turmbauten der Gallura. Ein kleiner Spaziergang führte zu den geheimnisvollen bienenstockförmigen Steinruinen aus der Bronzezeit, die überall auf Sardinien zu finden sind. Die kulinarischen Köstlichkeiten lernte alle dann später bei einer Weinprobe kennen. Denn zum Rebensaft gab es deftigen Schinken und leckeres Brot.

Einblicke in sardische Handwerkskünste gab es dann einen Tag später bei einem Ausflug nach Castelsardo, dessen Altstadt malerisch auf einem steilen Felsvorsprung liegt. Hier erfuhr die Gruppe, wie gut sich die Blätter der Zwergpalme zum Korbflechten eignen. Anschließend ging es nach Santa Teresa de Gallura, der nördlichsten Stadt der Insel. Von hier aus gehen die Fähren nach Korsika. Und Christina Ricci verriet: Das Gallurische, das immer noch im Nord-Osten Sardiniens gesprochen wird, ist mit dem Korsischen enger verwandt als mit dem Sardischen.

In die Barbagia, ins Barbarenland, ging es schließlich beim letzten Ausflug. Einzige Stadt dort ist Nuoro, wo die Dülmener das Volkskundemuseum besuchten. Sitten und Gebräuche Sardiniens werden hier erläutert, die Ausstellung zeigt sardische Trachten und Filigranschmuck. Auch die Brotbackkunst der Insel lernte die Gruppe hier näher kennen.

Apropos Brot: Fladenbrot zusammen mit Wurst und Käse, dazu Wein und Schnaps, das gab es bei einem rustikalen Mittagessen zusammen mit Hirten. Und der Ort Orgosolo wartete noch mit einer anderen Besonderheit auf: Hier zieren sogenannte Murales, gemalt Ende der 1960er-Jahre, zahlreiche Hauswände im Zentrum.

Entspannen konnten die DZ-Leser am vorletzten Tag der Reise am Hotelstrand oder entdeckten auf eigene Faust weiter die Insel, bevor es zurück ging mit dem Flieger nach Düsseldorf.

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