Wie wirklich Verletzte sehen die Helfer des RUD-Teams aus und ermöglichen dadurch eine hochwirksame Ausbildung. (Ulrich Rohr)
Dülmen. Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen, das wissen auch die Mitglieder des TC Rot-Weiß Dülmen.
Erste Hilfe gehört daher schon seit jeher zum Trainingsplan der Sportler. „Doch wichtig ist auch, dass wir auf dem neusten Stand bleiben“, so Ulrich Rohr vom Vorstand des Vereins.
„Erste Hilfe kann überall wichtig sein, um Menschenleben zu retten oder eine qualifizierte Erstversorgung von Verletzten zu leisten.“
Der TC Rot-Weiß Dülmen hat eine Gruppe von Ersthelfern in seinen Reihen, die alle zwei Jahre ihre Kenntnisse auffrischen und 15 dieser Ersthelfer nahmen jetzt an einem von der Berufsgenossenschaft geförderten Kursus im Verein teil.
„Wir haben dabei zum zweiten Mal das Team realistische Unfalldarstellung (RUD) um Matthias Majewski dazugeholt und hier haben alle Teilnehmer ihre Scheu abgelegt und sofort zugepackt“, so Sportwart Dieter Tyrakowski. „Hier ist zwar kein echtes Blut geflossen, aber keiner der Teilnehmer konnte sich von einer der Übungen ausschließen, sodass alle etwas von dieser Einheit mitgenommen haben. In Notfällen ist jede Sekunde wichtig, und da sollten die Helfer nicht erst Hemmschwellen überwinden müssen.“
Die Kurse für die Ersthelfer stehen bei den Dülmenern schon seit sieben Jahren auf dem Programm.
Reagiert hat der TC Rot-Weiß Dülmen auch, als Tyrakowski bei einem befreundeten Sportler Hilfe durch Herz-Lungen-Wiederbelebung leisten musste. „Daraufhin haben wir uns vor zwei Jahren einen Defibrillator angeschafft und sind hier von Dr. Bagnewski in den richtigen Umgang mit dem Gerät eingewiesen worden.“
Im Sommer steht das Gerät im Clubheim des Tennisvereins, „aber auch in der Wintersaison ist es für die Sportler zugänglich, da wir es in der benachbarten Tennishalle aufgestellt haben“, so Tyrakowski.
Der Sportwart der Rot-Weißen und Pressewart Ulrich Rohr hoffen zwar, dass sie nicht auf Opfer von schweren Unfällen stoßen, „falls das aber eintritt, haben Verletzte durch unsere Fortbildung gute Chancen für ihre Versorgung.“