"Drei Jahre sind genug"


Mit der SG Borken schaffte Wolfgang Korb den Aufstieg in die Landesliga.
Mit der SG Borken schaffte Wolfgang Korb den Aufstieg in die Landesliga.
(uha)


Merfeld. Die Drei spielt eine wichtige Rolle im Leben des Fußballtrainers Wolfgang Korb. So war er gleich in drei Amtszeiten für die Sportfreunde Merfeld als Coach im Einsatz und in der Regel dauert eine Trainerstation bei ihm drei Jahre. Aktiv war Korb früher in der Oberliga für den VfB Hüls, bis ihn Dieter Renfert nach Dülmen lockte, wo der frühere Marler seine erste Station als Spielertrainer beim damaligen Bezirksligisten DJK Dülmen absolvierte. „Da spielte auch Martin Göckener, der gerade aus der Jugend gekommen war und Peter Meller, die mich später beide auch nach Merfeld begleiteten“.
Mit Korb ging es bei den Merfeldern sportlich bergauf, „und im zweiten Jahr sind wir nach dem Entscheidungsspiel gegen den VfL Billerbeck in die Bezirksliga aufgestiegen.“

Der hauptberufliche Mittelpunkt blieb für den Offensiv-Akteur weiter der Chemiepark in Marl, doch seinen Wohnsitz verlegte er 1992 nach Merfeld. Die nächste sportliche Aufgabe wartete auf Korb beim FC Epe, wo er natürlich für drei Jahre das Sagen hatte und mit der Mannschaft den Wiederaufstieg in die Bezirksliga schaffte.
Ein Hilferuf kam dann von seinem Freund Holger Floßbach aus Marl. „Er war zu der Zeit bei der Spielvereinigung als Coach in der Oberliga und hatte ein Stürmerproblem. Da sollte ich dann mit meinen damals 40 Jahren helfen.“
Auf lange Sicht hat es dem Verein nicht geholfen, aber geblieben sind die Freundschaften, die er auch noch zu Hermann Erlhoff, Bernard Dietz und Peter Neururer unterhält. Dazu kommen noch die vielen Kontakte zu seinen Kollegen im Bund Deutscher Fußballlehrer, wo Wolfgang Korb regelmäßig an Lehrgängen teilnimmt. Nach seiner Tätigkeit für SW Lembeck und erneut die Sportfreunde Merfeld, führte Korb zuletzt die SG Borken in die Landesliga und beendet zum Ende der Saison nach drei Jahren seine Tätigkeit in der Kreisstadt.
„Es gibt zwar schon einige Anfragen für die nächste Spielzeit, aber ich will mir noch etwas Zeit lassen, denn die anstehende Hochzeit meiner Tochter ist mir derzeit wichtiger.“
Bei seinen bisherigen Stationen stand für den erfahrenen Trainer immer der Nachwuchs im Vordergrund. „Eine gute Jugendarbeit und ein guter Vorstand sind wichtig dafür, dass es in kleineren Vereinen auch mit der ersten Seniorenmannschaft gut läuft“, so Korb. „Und da sehe ich Merfeld und Rorup auf einem guten Weg. Und besonderen Respekt verdient die Arbeit, die in den vergangenen Jahren in Buldern geleistet wurde.“
Allgemein müsse nach Ansicht von Wolfgang Korb für die Jugend getan werden, „denn in Marl zum Beispiel gibt es nicht einmal mehr ein öffentliches Hallenbad. Zudem wurde den Fußballern schon vor 40 Jahren ein Rasenplatz versprochen, doch mussten die Aktiven weiter auf der schwarzen Asche spielen, bis jetzt ein neuer Kunstrasen kommt.“ Für die Amateurvereine sei es schwerer geworden, in höhere Spielklassen vorzudringen, „denn durch die ständigen Reformen wurden immer mehr Spielkassen eingeführt, wodurch das Niveau nicht unbedingt steigt. Früher war die Oberliga die höchste Amateurklasse und von da aus konnte man noch den Sprung in den Profibereich schaffen.“
Schon auf Bezirksliga-Ebene müssten die Führungskräfte „nicht nur einen Plan haben, aber ohne die nötigen finanziellen Mittel gibt es auch keine Pläne.“

VON HANS-MARTIN STIEF


20 · 01 · 12





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