Buldern. Die Sympathien waren bei den Teilnehmern des Gewinnspiels klar verteilt: Ein Drittel der Fußballexperten hatte einen Euro auf Turniersieg für die U17 des FC St. Pauli gesetzt, und in der Tat lagen die Fachbesucher des Adler-Cups am Sonntagabend nicht ganz daneben. Der Neuling beim besten Eintagagestrurnier in Deutschland erreichte immerhin auf Anhieb das Finale und musste sich erst dort dem Titelverteidiger Eintracht Frankfurt geschlagen geben.
Nicht nur Eintracht-Trainer Uwe Bindewald war angetan von der Atmosphäre: „Hier hat einfach alles gepasst, von der Unterkunft bis zur Betreuung der Mannschaft und der Stimmung in der Halle. Die Krönung war natürlich, dass wir den Titel verteidigt haben und daher würden wir gerne wiederkommen.“
Der Erfolg war am Ende nach Meinung von Bindewald nicht ganz unverdient, „Wir haben nämlich im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen schon mit 1:4 hinten gelegen, dann aber Moral bewiesen und uns noch mit 5:4 durchgesetzt. Und im Finale gegen die starke Mannschaft von FC St. Pauli haben wir sogar in Unterzahl den Siegtreffer gemacht. So haben wir uns am Ende das Glück erarbeitet.“
Zufrieden war Stadtauswahltrainer Bernd Feller mit seiner Mannschaft: „Nur in der ersten Partie gegen Leverkusen wollten wir mitspielen und sind dafür fast zweistellig bestraft worden. Wir konnten uns von Spiel zu Spiel steigern und haben beim 3:7 gegen Kaiserslautern zweimal geführt. Aber dann haben wir uns auch zweimal zu lange gefreut und haben auch sofort wieder den Gegentreffer kassiert. Ich fand, Hertha BSC hat eigentlich heute sehr gut gespielt und umso mehr hat es mich gefreut, dass wir hier ein 1:1 geholt haben.“
Und am Ende musste die Dülmener Stadtauswahl das Turnier auch nicht mit der Roten Laterne verlassen, denn das Penaltyschießen um den neunten Platz wurde gegen den 1. FC Köln mit 3:2 gewonnen. Feller nannte den FC. St. Pauli eine Bereicherung für den Adler-Cup, „und ich denke, die Mannschaft wird nicht zum letzten Mal hier gewesen sein.“
Zum letzten Mal wollten allerdings Feller, der schon seit 18 Jahren dabei ist, und seine Kollegen Jürgen Höfer und Günter Freise für die Dülmener Auswahl verantwortlich gewesen sein, „denn jetzt sollen auch einmal Jüngere ran.“ Dass bei der 18. Auflage des Adler-Cups mit dem FC. St. Pauli und Eintracht Frankfurt die richtigen Teams im Finale standen, zeigte auch die Siegerehrung. Hier wurde Pauli-Schlussmann Torben Krogmann als bester Torhüter ausgezeichnet und zum besten Spieler wurde der Frankfurter Kapitän Marc Stendera gewählt. Zwei Akteure waren mit jeweils sieben Treffern die erfolgreichsten Torschützen: Marc Stendera von Eintracht Frankfurt und Ümit Karakaya vom FC. St. Pauli.