Dülmener Skiclub und TC Dülmen gehen gemeinsame Wege


Sie haben schon einmal die legendäre Skigondel beim TC Dülmen aufgebaut und setzen damit ein Zeichen an alle Vereinsmitglieder (v.l.): Christian Giera (SKD), Stefan Feldmann (TCD) und Peter Nitsche (SKD) gehen zukünftig gemeinsame Wege.
Sie haben schon einmal die legendäre Skigondel beim TC Dülmen aufgebaut und setzen damit ein Zeichen an alle Vereinsmitglieder (v.l.): Christian Giera (SKD), Stefan Feldmann (TCD) und Peter Nitsche (SKD) gehen zukünftig gemeinsame Wege.
(Foto: jph)


Dülmen. Zusammen blicken die beiden Sportvereine in diesem Jahr auf stattliche 105 Jahre Vereinsleben zurück: der Skiklub Dülmen gründete sich 1968, der Tennisclub Dülmen wurde bereits 1947 ins Leben gerufen. Seinerzeit dachten die Väter beider Vereine sicherlich nicht daran, im Jahr 2010 mit runden 580 Mitgliedern einen gemeinsamen Weg für eine sportliche Zukunft zu finden. Verständlich, sind die Schwerpunkte der Sportarten doch sehr weit auseinander.

Im Wandel der Zeit ist eine konstruktive Weitsicht sicherlich von Vorteil - und hier hatte der Dülmener Skiklub Handlungsbedarf: Im Zuge des Generationenwechsels hat sich Helmut Wewerink nach 42 Jahren aktiver und unermüdlicher Unterstützung aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Er war die gute und treue Seele des Skiklubs. Heute blickt er auf eine bewegende Zeit zurück, der Skiklub plant noch eine feierliche Verabschiedung von „Onkel Helmut“. Die neue Führungsriege hat schnell erkannt, welche positiven Entwicklungen und vielversprechenden Synergien eine Kooperation mit sich bringen wird. Christian Giera ist zweiter Vorsitzender des Skiklub Dülmens - und begeisterter Tennisspieler beim TCD. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen um den ersten Vorsitzenden Peter Nitsche haben sie zukunftsweisende Fragen auf der Tagesordnung platziert und nach Lösungen gesucht, die innovativ und familienfreundlich sein sollten.


Beide Vereine verhandelten objektiv und auf Augenhöhe miteinander, überflüssige Randthemen fanden nur geringe Aufmerksamkeit. „Wir haben sehr schnell erkannt, welches Potenzial sich hinter einer Kooperation verbirgt. Unsere Gespräche waren immer konstruktiv und fair“, berichtet der erste Vorsitzende des TC Dülmen, Stefan Feldmann.

Jetzt überzeugen Fakten, die beiden Vereinen gut tun werden: der Skiklub nutzt ab dem 1. Oktober das Clubheim des Tennisvereins, ein Mietvertrag für zunächst ein Jahr wird in Kürze unterzeichnet. „Wir überstürzen nichts“, erklärt Peter Nitsche. Hier befindet sich dann nicht nur ein separater Skiraum, sondern hier werden auch gesellschaftliche Ereignisse miteinander stattfinden; beide Vereine werden einen neues, familiäres Vereinsleben vorfinden. Am 3. Oktober präsentieren sich die Ski- und Tennisfreunde gemeinsam auf dem Marktplatz zum Dülmener Bürgertreff, erste Angebote für Vereinsmitglieder beider Lager sind bereits definiert bzw. in der Entwicklung. „Einige Familien fahren im Winter erstmals mit uns ins Sauerland, Kinder und Eltern des Skiklubs haben bereits einen Tennisschläger in der Hand gehabt“, freut sich Christian Giera. Am 23. Dezember soll ein gemeinsames Eisstockschießen ausgetragen werden, weitere Feiern und Fahrten sind im Gespräch.

Diese ungewöhnliche Kooperation verspricht positive Entwicklungsprozesse für beide Vereine. Eine Rechnung, die aufgehen kann. Das können alle Sportler schon am Samstag ausprobieren: ab 11 Uhr läuft der letzte Tag des traditionsreichen Tennisturniers, dem 66iger Doppelturnier - dabei wartet nicht nur attraktives Tennis auf alle Besucher. Am Abend wird es eine Abschlussfeier mit der Live-Band „BL Music“ beim TC Dülmen geben. Der Eintritt ist frei.



02 · 09 · 10





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
SPORTMELDUNGEN


© Dülmener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette