Hiddingsel. Die letzten Aufräumarbeiten standen am Sonntagmorgen für das 60-köpfige Organisationsteam von Vorwärts Hiddingsel auf dem Programm. Der 22. Straßenlauf gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits der Vergangenheit an.
Trotzdem ließ es sich Cheforganisator Thomas Duda nicht nehmen, um auf eine „rundum gelungene Veranstaltung“ zurückzublicken.
Mit 298 Läuferinnen und Läufern im Ziel wurde ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. „Wir haben ein tolles Ergebnis erreicht. Schade ist es, dass die 300er-Schallmauer nicht geknackt wurde.
Somit steht unser Ziel für das nächste Jahr bereits fest.“ Exakt 356 Anmeldungen lagen dem Veranstalter vor. Auf Grund des schwülen Wetters erschienen einige Athleten jedoch nicht oder aber mussten den keinesfalls optimalen Witterungsbedingungen auf der Strecke Tribut zollen.
Zum ersten Mal überhaupt wurde der 15 Kilometer-Lauf mit in das Programm aufgenommen. 19 Teilnehmer sorgten nach Meinung von Duda für ein „übersichtliches Feld“. Die Zahl müsse jedoch relativiert werden, „weil es sich um eine nicht alltägliche Distanz handelt“. Die Rot-Weißen wollen diese Strecke nach nur einem Jahr nicht schon wieder aus dem Programm nehmen. „Wir setzen auf Kontinuität. Ich bin mir sicher, dass wir schon im nächsten Jahr sicherlich mehr Starter über diese Strecke vorweisen können.“
Der Sieger, Ralf Gottheil (LG Coesfeld) sorgte mit einer Zeit von 55:24 Minuten für ein sehr gutes Resultat. Der Starter aus der Kreisstadt hatte wenige Minuten zuvor schon am Lauf über zehn Kilometer teilgenommen. „Ralf steckt mitten in der Vorbereitung auf den Münster-Marathon. Deshalb kam ihm unsere Veranstaltung natürlich sehr gelegen“, so Duda. Auch der Sieger über zehn Kilometer kam aus Coesfeld. Christian Hunke (Ten-Club) erreichte nach 36:53 Minuten das Ziel. „Auch diese Zeit ist sehr beachtlich.“
Die 1,5 Kilometer-Läufe kamen bei den Nachwuchstalenten sehr gut an. Auf Grund der Vielzahl an Teilnehmern entschlossen sich die Veranstalter dazu, die Jungen und Mädchen getrennt laufen zu lassen. Somit konnten nicht nur hektische Szenen am Start vermieden werden, sondern auch auf der Strecke gab es kein Gerangel. Einen neuen Streckenrekord gab es am Samstag nicht.
Der für den TV Wattenscheid vor einem Jahr gestartete Manuel Meyer aus Lette habe die Messlatte sehr hoch gelegt. „Deshalb bleibt die ausgelobte Prämie für unsere 23. Auflage stehen.“ Die eifrigen freiwilligen Helfer ernteten von den Läufern aus nah und fern jede Menge Lob. Thomas Duda ist nun schon zum fünften Mal federführend für die Veranstaltung zuständig und zog ein rundum zufriedenstellendes Fazit. „Die Mechanismen greifen. Jeder weiß mittlerweile genau, was er zu tun hat. Wir sind ein eingespieltes Team.“ Auf ein Neues im nächsten Jahr, wenn die Rot-Weißen dann über 300 Zieleinläufe notieren wollen.