Was wird aus dem Pfarrhaus?


Laut Pfarrer Schmitt handelt es sich um eine Qualitätsimmobilie mit guter Bausubstanz: Das weitgehend leerstehende Pfarrhaus an der Osthofstraße 1, das erhalten bleiben soll.Fotos:
Laut Pfarrer Schmitt handelt es sich um eine Qualitätsimmobilie mit guter Bausubstanz: Das weitgehend leerstehende Pfarrhaus an der Osthofstraße 1, das erhalten bleiben soll.Fotos:
(sch)


Münster-Albachten - Sieht man einmal davon ab, dass Sekretärin Barbara Sladek im Pfarrbüro noch einsam die Stellung hält und im Keller die Kleiderstube residiert, dann steht das Pfarrhaus der St.-Ludgerus-Gemeinde leer. Die stattliche Immobilie an der Osthofstraße 1 wird nicht mehr bewohnt, denn die Albachtener Katholiken haben keinen eigenen Pfarrer mehr am Ort. Manch einem wird sich bereits die Frage gestellt haben, was aus dem Pfarrhaus nebst dazugehörigem Grundstück wird.

Vieles spricht dafür, dass sich die Gemeinde von ihm trennen wird. In dieser Hinsicht gibt es offenbar bereits ernsthafte Überlegungen. „Wir sind in Verhandlungen über das Grundstück“, bestätigte Pfarrer Dr. Christian Schmitt, Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit Albachten, Roxel, Mecklenbeck, auf WN-Anfrage. Das rund 2800 Quadratmeter große Areal, auf dem sich das Pfarrhaus befindet, sei nach den Vorgaben des Bebauungsplans „teilbar und bebaubar“. Aktuell gebe es zwei Interessenten für das Areal, die beide ähnliche Konzepte verfolgten, sagt Schmitt.


Dazu, ob es sich bei den Bewerbern vielleicht um kirchliche Träger wie das Stift Tilbeck oder die Alexianer handeln könne, wollte der Seelsorger keinerlei Stellung beziehen: „Ich möchte beide Namen nicht kommentieren.“ Sicher sei jedoch, dass mit dem Pfarrhausgrundstück möglichst bald etwas passieren solle. Das aus dem Jahre 1932 stammende Pfarrhaus werde jedoch erhalten bleiben: „Es hat eine gute Substanz - eine Qualitätsimmobilie.“ Übergangsweise werde jetzt noch ein Student ins Haus einziehen.

Nach Auskunft des Geistlichen sind die Tage des Pfarrbüros im gemeindlichen Gebäude an der Osthofstraße gezählt. Vorgesehen sei, das Büro ins Pfarrheim umzusiedeln. Dafür würden in Zusammenarbeit mit dem Bistum bereits Pläne ausgearbeitet. Schmitt: „In dieser Hinsicht sind wir schon ziemlich weit.“

» Am 28. Februar sind alle Mitglieder der St.-Ludgerus-Pfarre um 19.30 Uhr zu einer Gemeindeversammlung ins Pfarrheim eingeladen. Thema des Abends sollen die weitere Verwendung der Pfarrhauses nebst Grundstück sowie die geplante Renovierung und Umgestaltung des Pfarrheims sein.

VON THOMAS SCHUBERT, MÜNSTER


03 · 02 · 12




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