Heidenarren bitten zu Tisch


Noch kann es sich Günter Beuershausen auf dem Tisch bequem machen: Seine Mitstreiter Norbert Gähr, Manfred Fiege, Irmhild Beuershausen, Tobias Bußmann, Achim Burbank und Gisela Sonnabend (v.l.) bereiten schon einmal die Karnevalsparty in Gelmer vor. Foto:
Noch kann es sich Günter Beuershausen auf dem Tisch bequem machen: Seine Mitstreiter Norbert Gähr, Manfred Fiege, Irmhild Beuershausen, Tobias Bußmann, Achim Burbank und Gisela Sonnabend (v.l.) bereiten schon einmal die Karnevalsparty in Gelmer vor. Foto:
(cro)


Münster-Gelmer - Er hat eine lange Tradition in Gelmer: der Karneval. Nicht etwa mit Umzug oder Prinz, sondern handgemacht von Gelmeranern. Vielleicht ist das auch das Erfolgsrezept, das die Karnevalsparty der Heidenarren so beliebt macht. Sie geht in diesem Jahr in die fünfte Runde.

„Wir wollen noch nicht zu viel über das Programm verraten“, geben sich die Organisatoren um Günter Beuershausen bescheiden. Ob das an der noch mangelnden Vorbereitung liegt? „Nicht wirklich: Der Karneval in Gelmer fängt erst am 2. Januar an.“ Ein zündendes Motto haben die Narren schon: „Euro oder Mark - Gelmers Karneval bleibt stark.“


Nach langem Bitten werden doch einige Programmpunkte verraten: Es wird wieder einen Auftritt der „Berts“ geben, die als Tenöre schon begeistern konnten. Und auch die Tanzgruppe von Grün-Weiß lässt sich nicht lumpen und schickt ihre Mädels ins Rennen.

Das umjubelte Männerballett „Die Gelmerheidis“ wollen auch wieder zuschlagen: Dieses Mal geht es wohl mit dem „Seniorenheim auf Dienstreise“. „Was auch immer sich dahinter verbergen mag“, so ein nicht ganz ernst gemeinter Seufzer eines Organisators. Denn die einzelnen Gruppen trainieren nur für sich. „Es kann auch schon einmal vorkommen, dass  man sich nur zwei oder drei Mal zum Üben trifft, aber es macht immer Spaß und es soll einfach eine große Party in Gelmer sein“, freut sich Beuershausen, der als „Sitzungspräsident“ wieder gefragt ist.

Als was er sich verkleiden wird - das steht ebenfalls noch nicht fest: „Woher soll ich das denn wissen? So etwas kommt spontan.“ Dabei sind seine Kostüme schon fast legendär: So machte er unter anderem schon als Heidi eine gute Figur.

Zum Gelingen der Party werden auch die Mitglieder der KIG Sprakel ihren Teil beitragen: „Wenn wir feiern, ist deren Session aber schon vorbei: Das machen sie extra für uns“, so das Organisationsteam.

Die große Party steigt am 18. Februar ab 19.11 Uhr, Karten gibt es ab 18 Uhr an der Abendkasse. Der Eintritt kostet für Erwachsene neun Euro, für Jugendliche bis 16 Jahren fünf Euro. „Wir wollen nur unsere Kosten decken“, so die Argumentation von Günter Beuershausen.

Doch nicht nur die Karnevalsparty haben sich die Heidenarren vorgenommen: So steht bei der „Zentrale des münsterischen Karnevals“ zur Weiberfastnacht (16. Februar) erst einmal der Besuch der Senioren beim Karnevalskaffee in der Mehrzweckhalle ab 15.30 Uhr auf dem Programm. Ab 19.11 Uhr wird dann zur traditionellen Karnevalsfete in die Gaststätte Bussmann gerufen.

VON CLAUS RÖTTIG, MÜNSTER


24 · 01 · 12




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