Rheine. Museum? - Nein, danke! - Vor allem junge Menschen haben heute wenig Lust auf verstaubte Exponate in Glasvitrinen. Werden die Zeugnisse der Geschichte allerdings mediengerecht aufbereitet, als virtueller Rundgang durch die Stadtgeschichte, vielleicht sogar als App fürs eigene Smartphone, dann bekommt auch die Generation iPad vielleicht mal wieder Lust auf einen Museumsbesuch. Auch im Falkenhof-Museum hat man die Zeichen der Zeit erkannt: Im Kulturausschuss am Donnerstag präsentierte Museumsleiterin Mechthild Beilmann-Schöner anhand einer Powerpoint-Präsentation das Falkenhof-Museum der Zukunft. Bei einem Rundgang vor der Sitzung hatte sie den Mitgliedern des Kulturausschusses einige Schätze des Falkenhof-Museums gezeigt.
Die Reaktion: Begeisterung über alle Parteigrenzen hinweg. „Ein virtuelles Falkenhof-Museum, das wäre ein besonderes Highlight“, sagte Marianne Helmes (CDU). „Das wäre toll, vor allem für junge Leute“, pflichtete Falk Toczkowski (SPD) bei. Aber auch mahnende Stimmen wurden laut. „Ich kann nur sagen: Ran! Aber eins muss uns klar sein: Das wird kein Nullsummen-Spiel“, sagte Udo Bonk (CDU).
Auch nach dem Umbau zum Stadtmuseum im Rahmen der Regionale 2004 ist das Falkenhof-Museum nie so ganz aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Doch im Jahr des Stadtjubiläums - Rheine wird 2013 gemeinsam mit Wettringen und Schöppingen 1175 Jahre alt - will sich das Falkenhof-Museum mit seinen archäologischen Exponaten zur Stadtgeschichte - von der Steinzeit bis ins 19. Jahrhundert - von einer ganz neuen Seite zeigen.
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