Einfach mal den Prinzen anrufen


Tanzmariechen Emmelie aus Borghorst eroberte die Herzen der Westeroder im Sturm.  Fotos:
Tanzmariechen Emmelie aus Borghorst eroberte die Herzen der Westeroder im Sturm.

Fotos:
(Sigrid Terstegge)



Nordwalde - Lachen ist gesund! Wenn das stimmt, sehen die rund 130 Gäste des bunten Karnevalnachmittags der Westeroder Schützengesellschaft die nächsten vier Wochen keine Arztpraxis von innen. Kommt dann noch hinzu, dass Schadenfreude die schönste Freude ist, reicht der Spaß bis Anfang April.

Unter dem Leitspruch „Die Wikinger mit ihrem Schiff, stranden auf dem Westeroder Riff“ führte Tobias Höping als Entsorgungstechniker gekonnt durch das närrische Programm. Die lautesten Lacher verbuchte er bei wahren Geschichten aus der Bauerschaft. Da musste dann auch Prinz Bernhard Lenfort dran glauben. War ihm doch ein Reh vor den Trecker gelaufen. Höping empfahl den Gästen bei Appetit auf Wildschwein oder Rehbraten, einfach mal Prinz Bernhard anzurufen. „Der holt das Vieh dann mit dem Trecker rein!“


Natürlich mussten die Altenberger ebenfalls für ein Späßchen herhalten. Nicht wirklich ernsthaft kam daraufhin Protest von zwei Altenberger Bürgern, die im Saal waren.

Mit Kommentaren von der Balustrade begeisterten Reinhold Kintrup und Matthias Funke als Waldorf und Statler aus der Muppetshow. Erzählten sie doch unter anderem von einer Dame aus Westerode, die gehört hatte, dass Zwiebeln gut gegen Ohrenschmerzen sein sollen. Allerdings nicht klein gehackt in die Gehörgänge gestopft.

Um Dorfgespräche ging es auch bei der „Comedy Artistengruppe Blanker Hohn“. Julian Wolters, Markus Kamping als Rabe auf dem Baum und Stephan Bürger als Roberto Blanco. Vor allen Dingen der Rabe bezauberte mit seinem frechen Mundwerk. Hierzu reichte schon ein ganz kurzer Witz: Treffen sich zwei Kerzen. „Ist Wasser eigentlich gefährlich?“, fragt die eine Kerze. „Da kannste von ausgehen“, so die Antwort. Roberto Blanco ließ dann als Bauchredner auch noch die Prinzessin Sigrid Lenfort singen. Sehr zur Freude der Gäste nahm er natürlich das Prinzenpaar und die Schützengesellschaft aufs Korn.

Weitere lustige Geschichten lieferten Bettina Kolthoff als „Eschbuers Triene“ und Gaby Lewe aus Hopsten als „Feuerwehrmann Knallkopp“. Zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgte das Hollinger Prinzenballett und die Showtanzgruppe Saltare aus Nordwalde für ein Feuerwerk an Artistik. Einen Extra-Applaus bekam das Borghorster Tanzmariechen Emmelie für seinen sportlichen Gardetanz. Der Elferrat hatte ganz zu Anfang der Veranstaltung noch einmal gezeigt, wie wilde Wikinger den Saal erobern. Damit hatte er schon den Karnevalsball am Samstag eröffnet.



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