NEUENKIRCHEN. Am Tag danach nur zufriedene Stimmen: Polizei zufrieden, Ordnungsamt zufrieden, Veranstalter zufrieden, Narren zufrieden. Und selbst die Landjugend, die den Rosenmontagszug boykottiert hatte, war - zufrieden. Rosenmontag mit strengeren Auflagen hat der Stimmung keinen Abbruch getan - jedenfalls kaum.
2500 Narren säumten nach Schätzungen der Kreispolizei die Straßen am Rosenmontagszug in Neuenkirchen. Sie sahen einen Zug, in dem laut Schmittwilken zwei bis drei Wagen weniger als sonst fuhren -wegen der strengeren Auflagen. Aber bei „bestem Karnevalswetter“ (Schmittwilken) tat das der Stimmung keinen Abbruch.
Ein einziges Problem gab es beim Umzug: Die riesige Bierkutsche des Catenhorner Stammtisches war zu breit für die Fußgängerzone, auf Höhe von Fleischerei Evers war Schluss: kein Durchkommen. Der Wagen wurde umgeleitet und schloss sich dem Umzug später wieder an.
„Alles ruhig und geschmeidig“, bilanzierte auch Polizeisprecher Udo Potthoff den Einsatz seiner Kollegen in Neuenkirchen. Und Ordnungsamtsleiter Bernhard Hölscher ergänzt: „Bis auf Kleinigkeiten, die unter Alkoholeinfluss immer passieren, gab es keine Probleme.“
Auch bei der Abschlussparty in der Reithalle Ulmker ab etwa 13 Uhr habe es keine Probleme gegeben. Zur Abschlussfeier mit Programm bis 16 Uhr hatten auch Kinder unter 14 Jahren Zutritt, „da darf man nicht ganz so strenge Maßstäbe ansetzen, weil auf der Bühne ja auch Kinder auftreten“, sagte Ordnungsamtsleiter Hölscher. Wichtig sei gewesen, dass es keinen Alkohol in Kinder- und Jugendhänden gab.
„Es war richtig, die strengeren Kontrollen im Vorfeld anzukündigen“, sagte Alfons Lorenbeck. Der große Schub von Jugendlichen, der noch im vergangenen Jahr gegen 19 Uhr in Scharen aus Richtung Rheine gekommen war, sei in diesem Jahr ausgeblieben. Zwar habe das zu Umsatzeinbußen geführt - und die professionellen Sicherheitsleute hätten mit 1200 Euro „stark“ zu Buche geschlagen. „Aber es ist besser, eine friedliche und sichere Veranstaltung zu haben, als den Stress am Abend“, sagte Lorenbeck.
Den vollständigen Bericht lesen Sie am Mittwoch in der Münsterländischen Volkszeitung.