Diskussionen um Inklusion


Namhafte nationale und internationale Referenten informierten die Besucher des zweiten Lengericher Tages der Multiplen Sklerose in insgesamt 17 Vorträgen, denen interessante und lebhafte Diskussionen folgten.Foto:
Namhafte nationale und internationale Referenten informierten die Besucher des zweiten Lengericher Tages der Multiplen Sklerose in insgesamt 17 Vorträgen, denen interessante und lebhafte Diskussionen folgten.Foto:
(nn)


Lengerich - Über 60 Ärzte und Ärztinnen sowie rund 100 Multiple-Sklerose-Erkrankte und deren Angehörige und Interessierte informierten sich beim zweiten Lengericher Tag der Multiplen Sklerose über aktuelle Aspekte der Grundlagenforschung.

Schwerpunkt der Veranstaltung war die Behandlung der Multiplen Sklerose und ihrer Symptome, teilen die Veranstalter - Zentrum für Neuromedizin im Kreis Steinfurt (Abteilung für Neurologie der LWL-Klinik Lengerich mit dem Chefarzt Dr. Florian Bethke) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Multiple Sklerose-Gesellschaft (DMSG, Landesverband Nordrhein-Westfalen) - mit. Namhafte nationale und internationale Referenten informierten in 17 Vorträgen, denen interessante und lebhafte Diskussionen in der Gempt-Halle folgten.


Die Themen reichten laut Mitteilung von den Symptomen Schmerz, Gangstörung und Spastik, Sexualfunktionsstörung und Blasenstörung bei MS über Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt bis hin zur immunmodulatorischen Therapie.

Lebhafte Diskussionen folgten auf den Vortrag zum Thema Inklusion. So berichtete R. Lobert, Jurist bei der DMSG NRW, von der UN-Behindertenrechtskonvention, die allen Menschen von vornherein die Teilnahme an allen gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen und in vollem Umfang ermöglichen soll. Deutschland hat der Konvention zugestimmt. Lobert forderte die Gäste auf, ihren Rechtsanspruch geltend zu machen und sich aktiv in Behindertenverbänden einzubringen.

Abschließend berichteten Florian Bethke, Dr. Hense und Dr. Tümmers über das MS-Netzwerk Kreis Steinfurt. „Das wichtigste am Netzwerk ist, dass wir die Schnittstellen von ambulanter und stationärer MS-Behandlung optimieren möchten, damit Patienten im häuslichen Umfeld bleiben können und dennoch optimal behandelt werden“, erklärte Bethke.

Die Abteilung für Neurologie der LWL-Klinik Lengerich ist als „anerkanntes MS-Zentrum“ von der DMSG zertifiziert. Die drei Referenten sind bereits im Gespräch mit andern Nervenärzten im Kreis Steinfurt, damit in Zukunft bei der Behandlung Multiple-Sklerose-Erkrankter noch stärker Hand in Hand gearbeitet wird. Die Entwicklung gemeinsamer Standards für Diagnose und Therapie von MS und eine Bündelung von Fachwissen sind ebenfalls Ziele des neuen Netzwerkes.



03 · 02 · 12





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