Bewusstsein für Energiesparen


Prokurist Georg Hermes und Maren Hunke von der Volksbank Laer-Horstmar-Leer im Gespräch mit Energieberater FrankHarnacke, der Firma Wessling zum Projekt Ökoprofit.
Prokurist Georg Hermes und Maren Hunke von der Volksbank Laer-Horstmar-Leer im Gespräch mit Energieberater FrankHarnacke, der Firma Wessling zum Projekt Ökoprofit.


LaeR/Horstmar - Im vergangenen Sommer hat die sechste Zertifizierungsrunde für das Ökoprofit-Siegel im Kreis Steinfurt begonnen. Nachdem bereits fast 70 Betriebe aus dem Kreisgebiet das Zertifikat erhalten haben, lassen sich derzeit 16 weitere Unternehmen im Rahmen eines Audits unter die Lupe nehmen. Darauf weist die Volksbank Laer-Horstmar-Leer in einer Pressemitteilung hin.

„Ökoprofit steht für Zusammenarbeit. Unternehmen, Kommunen und Experten arbeiten Hand in Hand und nutzen die entstehenden Synergieeffekte. Ziel ist die nachhaltige ökonomische und ökologische Stärkung von Unternehmen. Durch ein System aufeinander abgestimmter Maßnahmen wird es den Unternehmen ermöglicht Kosten zu senken und ihre Öko-Effizienz zu steigern“, so das Geldinstitut. Zentrale Themen seien die Reduktion des Wasser- und Energieverbrauchs sowie die Abfallreduktion und die Erhöhung der Materialeffizienz.


An der aktuellen Zertifizierungsrunde nimmt auch die Volksbank Laer-Horstmar-Leer teil. „Als Bank haben wir vielleicht ein etwas geringeres Einsparpotenzial als beispielsweise Industriebetriebe, aber wir wollen dennoch Energieverschwendung in unseren Geschäftsstellen vermeiden“, erklärt Prokurist Georg Hermes, der Projektleiter der laufenden Zertifizierung ist.

Dass ein Finanzunternehmen auch ohne Produktionsmaschinen Einsparpotenziale besitzt, haben laut Hermes die bisherigen Wochen gezeigt. „Ein Auditor hat geprüft, ob und wie wir Papier sparen, unseren Müll entsorgen und wie effizient unsere Heizungen sind. Zudem haben wir den Stromverbrauch aller Geräte in unseren drei Geschäftsstellen geprüft. Da wir den Stromverbrauch aller eingesetzten Energieabnehmer kennen müssen, hieß das für uns, alle Lichtquellen, jeden Kontoauszugsdrucker und jeden Geldautomaten und alle weiteren technischen Geräte zu prüfen. Dabei ist herausgekommen, dass wir in Sachen Energie grundsätzlich bereits sparsam gewesen sind,“ führt der Projektleiter aus.

Ein paar Dinge haben sich dann aber doch im Rahmen der bisherigen vier Besuche des Auditors geändert. „Die Außenbereiche unserer Geschäftsstellen sind mittlerweile mit sparsamen LED-Leuchten ausgestattet. Wir haben Bewegungsmelder installiert, energiesparende Monitore angeschafft und die Umwälzpumpen unserer Heizungsanlagen ausgetauscht, das sollte genau wie Sanierungs- und Isolierungsmaßnahmen am Flachdach des Bankgebäudes in Laer zu einem deutlichen Energiespareffekt führen. Zudem werde man durch die Umstellung auf digitale Archivierung erheblich an Papier einsparen“, zählt Hermes auf. Die Investitionen sollen sich voraussichtlich in einigen Jahren amortisiert haben.

Doch bevor die Bank das Geld wieder „drin“ hat, stattet in den kommenden Wochen ein Ökoprofit-Auditor dem Finanzunternehmen weitere Besuche ab. Ziel der Beteiligten auf Seiten der Volksbank ist es, die Tauglichkeit als Ökoprofit-Unternehmen bis zum Mai 2012 zu erhalten. Anfang März werden alle am diesjährigen Projekt beteiligten Unternehmen ihre Zwischenbilanz präsentieren.

Hermes betont, dass es der Volksbank mit dem Ökoprofit-Projekt aber nicht nur um eine Auszeichnung geht. „Bei unseren Mitarbeitern hat das Projekt das Bewusstsein für Energiesparen geschärft. Mittlerweile nehmen die Bankmitarbeiter von dem Ökoprofit-Projekt sogar etwas mit nach Hause und wenden es auch dort an“, sieht der Prokurist, das Auge für den Umweltschutz geschärft.



03 · 02 · 12





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