Bobbycar-Rennen im Saal


Die beiden Cousins Tim Kappmann (links) und Lennardt Miethe haben trotz niedriger Temperaturen ihren Spaß auf dem Kletterturm. Warm eingepackt sind sie auf dem Spielplatz „Max und Moritz“. Ein Bobbycar-Rennen im Saal würde den beiden vierjährigen Jungs sicherlich auch Freude bereiten. Fotos:
Die beiden Cousins Tim Kappmann (links) und Lennardt Miethe haben trotz niedriger Temperaturen ihren Spaß auf dem Kletterturm. Warm eingepackt sind sie auf dem Spielplatz „Max und Moritz“. Ein Bobbycar-Rennen im Saal würde den beiden vierjährigen Jungs sicherlich auch Freude bereiten. Fotos:
(Karin C. Punghorst)


Ladbergen - Familienfreundlichkeit hat sich die Kommune Ladbergen auf ihre Fahnen geschrieben. Vor allem das Betreuungsangebot für Kinder kann sich sehen lassen. Mit sechs Kindergärten, einer Grundschule mit angeschlossenem Ganztagsbetrieb, weiterführenden Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft und einigen ergänzenden Spielgruppen bietet Ladbergen ein attraktives Angebot der Kinderbetreuung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

13 Spielplätze stehen den Mädchen und Jungen in der Gemeinde zum Klettern und Toben zur Verfügung. Super! Doch wohin, wenn es draußen kalt und regnerisch ist ? Ein Indoor-Spielplatz macht das gute Angebot komplett, meinen die Ladberger Bündnisgrünen. Fraktionssprecher Jörg Berlemann hat einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Udo Decker-König geschickt. In der nächsten Sitzung des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses am 2. Februar steht das Thema bereits auf der Tagesordnung.


Dabei wollen die Grünen die Kosten für das neuzuschaffende Angebot so gering wie möglich halten: „Es sind keine großen Investitionen geplant, sondern es sollten einzelne Spielgeräte, Großbausteine, Bobby Cars und kleinere Kletterelemente ausreichen, die nach Möglichkeit durch Spenden finanziert werden sollen.“

In ihrem „Antrag zur Prüfung der Errichtung eines Kinderspielhauses in der Gemeinde Ladbergen“ nennen die Grünen darüber hinaus eine mögliche Lokalität, wo die Spielstätte ein Zuhause finden kann: Die Fraktion schlägt vor, den Saal der Gaststätte König zu nutzen.

Erste Vorgespräche mit den Eigentümern hätten ergeben, dass die Familie bereit ist, „den Saal für ein geringes Jahresentgelt der Gemeinde zur Verfügung zu stellen.“

Das Thema eines Indoor-Spielplatzes haben die Grünen schon seit einigen Jahren auf ihrer Agenda stehen. Es handelt sich um die Einlösung eines Wahlversprechens, das der Ladberger Ortsverband vor der Kommunalwahl im Jahre 2009 in sein Programm geschrieben hat. Die Idee hatte damals Ines Schweer. Die Ladbergerin sitzt für die Grünen im Gemeinderat und leitet die Kindertagesstätte „Spielkiste Ladbergen“. Als Fachfrau und Mutter weiß sie, wovon sie spricht: „Kinder haben oft einen großen Bewegungsdrang.“ Dafür soll das neue Angebot ins Leben gerufen werden.

Wie sieht so ein Innenspielplatz aus ? Als Orientierungshilfe verweist Ines Schweer auf die Spielhäuser, wie sie in zahlreichen Orten an der Nordsee zu finden sind. „Aber in kleinerer Form.“ Nicht gemeint sind kommerzielle Spielparadiese mit unzähligen Hüpfburgen.

Zurzeit können sich die Ladberger Eltern in der Sache zu Wort melden. Mit einer Unterschriften-Aktion wollen die Grünen erfragen, ob der Bedarf für ein Spielhaus besteht und gleichzeitig um Unterstützung bitten. Die Bögen liegen nach Auskunft von Ines Schweer in allen Ladberger Kindertageseinrichtungen aus.

Zielgruppe sind Mädchen und Jungen bis circa sechs Jahre. Eltern begleiten ihre Kinder in das Spielhaus. „An eine Beaufsichtigung und Haftung durch die Gemeinde ist nicht gedacht“, heißt es ausdrücklich in dem Antrag.

Bürgermeister Udo Decker-König „findet die Idee grundsätzlich gut“, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass vor einiger möglichen Umsetzung, noch Einiges auf den Prüfstand muss. Dazu gehören unter anderem auch Sicherheitsfragen.

Grünen Fraktionssprecher Jörg Berlemann, hofft indes auf eine kurzfristige Realisierung, wenn möglich noch in den kommenden Wochen, spätestens aber nächsten Herbst.

Für die anzuschaffenden Spielgeräte hoffen die Bündnisgrünen auf finanzielle Unterstützung. Dafür wollen sie in Ladbergen Vereine, Unternehmen und auch die Familienstiftung ansprechen.

Seitens der Gemeinde stehen nach Auskunft von Decker-König in diesem Jahr 20 000 Euro für die Erneuerung der Spielplätze und Neuanschaffung von Spielgeräten zur Verfügung.

VON KARIN C. PUNGHORST, LENGERICH


29 · 01 · 12





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