Ibbenbüren. Schwere Regenwolken drohten Sonntagmittag den mehr als 400 Knappen Nordrhein-Westfalens, die sich vor dem Ibbenbürener Rathaus anlässlich der Landeskirchschicht versammelt hatten. Der imposante Zug der Berg- und Knappenvereine - mit den weiteren Gästen zogen schätzungsweise mehr als 600 Menschen zur Mauritiuskirche - kam dennoch trockenen Fußes an und, mit einer kurzen Zwangspause in der Kirche wegen eines Schauers, auch zurück.
Der Zug zum ökumenischen Gottesdienst, flankiert von Spielmannszügen, Ehrengästen und einer Statue der heiligen Barbara, gab dem Begriff „Kirchgang“ eine tiefere Bedeutung. Zahlreiche Zuschauer verfolgten vom Straßenrand aus die Parade.
Stolz trugen die Bergmänner die schweren Fahnen vor sich her. Darunter war auch eine, auf der „Solidarnosc“ prangte - „Solidarität“, der Name der ersten freien polnischen Gewerkschaft. Es war die Fahne einer Delegation aus der polnischen Partnerstadt Jastrzebie Zdrój.
Die Pfarrer Thomas Lemanski und Andreas Finke feierten den ökumenischen Gottesdienst mit den Gästen, der Musikverein Glück-Auf mit Blasorchester, Sinfonieorchester und Steigerchor gestalteten den Gottesdienst musikalisch.
Von Zusammenhalt und der Tradition sprachen die Gastredner ganz zu Beginn der Veranstaltung vor dem Rathaus. Und auch politische Untertöne, die sich eine Zukunft des heimischen Steinkohlenbergbaus wünschten, fehlten nicht.
Viele der Anwesenden nutzten die Landeskirchschicht darüber hinaus für Kontaktpflege und deren Ausbau.