Greven - Eigentlich, ja eigentlich darf es knistern und knicken. Manchmal dürfen seine Fasern reißen, die Blätter vergilben oder die Ecken sich in einem kleinen Knick zum Eselsohr legen. Ob in Büchern oder Zeitungen, dick oder dünn - Papier lebt. Wie bitteschön sollen elektronische Lesegeräte dem guten alten Druckerzeugnis das Wasser reichen? Seinen Vorteil spielt das nur wenige Gramm schwere, mit klarem, nicht reflektierendem und in Größe und Typ variablem Schriftbild beispielsweise beim abendlichen Einschlaflesen aus. Da liegen die Vorteile in der Hand.
Stadtbibliothekarin Sigrid Högemann liebt´s papieren und digital. Auch wenn das Angebot noch ausbaufähig ist, hat sie in der Stadtbibliothek das digitale Lesezeitalter längst eingeläutet. Vor gut einem Jahr hob sie gemeinsam mit Bibliotheken aus dem ganzen Münsterland
www.muensterload.de aus der Taufe. „Meine Wortschöpfung“, erklärt sie in aller Bescheidenheit die Plattform, über die digitale Medien auf heimische Rechner und entsprechende E-Book-Reader ausgeliehen werden können.