Senden - Ein geschlossener Sarg, dessen Kopfteil schräg nach oben gerichtet ist, darauf Blumen, daneben Kerzen, mehr am Rand eine Madonna und blau leuchtend eine Mini-Stereoanlage, die besinnliche Musik abspielt - der Blick in den Abschiedsraum gehörte am Freitag zum Besuch beim Bestatter. Für die Neuntklässler des Joseph-Haydn-Gymnasiums bedeutete dies eine Konfrontation mit dem Thema Tod.
Dass dieses für viele noch mit einem Tabu belegt ist, darin waren sich Religionslehrerin Cornelia Boer und Pastoralreferentin Ulla Büssing-Markert einig, die die Unterrichtsexkursion organisiert hatten. Zugleich gelte: Die Mauer, die um diesen Themenkreis gezogen worden ist, bröckele immer mehr weg. Der Wunsch und der Bedarf, über diese „existenzielle Frage“ zu sprechen, bestehe zumal in Schulen und Kindergärten, die sie daher häufig in dieser Frage aufsuche, schilderte Büssing-Markert, die überdies an Initiativen des Hospizkreises auf diesem Feld erinnerte (WN berichteten).