Senden - Das Schützenfest ist das Herzstück eines jeden Schützenvereins. Dort Hand anzulegen, ist wohl für jeden Vorstand ein schwieriges Unterfangen. Auf der Generalversammlung im vergangenen Jahr beschloss die Bruderschaft St. Johanni dennoch, dem veränderten Lebensrhythmus der aktiven Schützen Rechnung zu tragen und die Festfolge zu straffen. Ein Jahr lang hat sich das Festkomitee mit der Festfolge auseinandergesetzt und dem Vorstand schließlich einen Entwurf vorgelegt. Jörg Pohlmann erläuterte dem Plenum der Jahreshauptversammlung am Sonntag die Details. Es schloss sich eine emotional aufgeladene Diskussion an.
Der neue Entwurf - Kernpunkte waren die Vorverlegung des Königsschießens auf den Samstag, ein Festball zu Ehren der amtierenden Königspaare bereits am Freitag und ein gemütlicher Ausklang des Festes im Anschluss an den sonntäglichen Frühschoppen - fand keine breite Mehrheit. „Das ist keine Niederlage für den Vorstand, sondern ein ganz großer Pluspunkt für den Verein, auf so aktive Mitglieder zählen zu können“, zog Oberst Georg Mußenbrock einen Schlussstrich, und auch der stellvertretende Vorsitzende Georg Krälemann stellte klar: „Hier entscheiden weder der Vorstand noch das Festkomitee irgendetwas im Alleingang. Eine neue Festordnung muss vom ersten Mal an sitzen, da können wir nicht herumexperimentieren.“ Appell des Vorstandes an die Schützenbrüder war, sich mit Verbesserungsvorschlägen direkt an den Vorstand zu wenden. Für das Schützenfest 2013, dessen Durchführung von der Versammlung beschlossen wurde, gelte auf jeden Fall unverändert die gewohnte Festfolge.