Bei der St. Johannibruderschaft wurde die Entscheidung über eine neue Festfolge vertagt

Kein Schnellschuss bei der Festfolge


Stellvertretend für elf neu aufgenommene Schützen nahmen Marvin Teuber und Patrick Wübbeling einen Schluck aus dem Bruderschaftsbecher nd wurden vom Vorstand offiziell begrüßt.Foto:
Stellvertretend für elf neu aufgenommene Schützen nahmen Marvin Teuber und Patrick Wübbeling einen Schluck aus dem Bruderschaftsbecher nd wurden vom Vorstand offiziell begrüßt.Foto:
(dej)


Senden - Das Schützenfest ist das Herzstück eines jeden Schützenvereins. Dort Hand anzulegen, ist wohl für jeden Vorstand ein schwieriges Unterfangen. Auf der Generalversammlung im vergangenen Jahr beschloss die Bruderschaft St. Johanni dennoch, dem veränderten Lebensrhythmus der aktiven Schützen Rechnung zu tragen und die Festfolge zu straffen. Ein Jahr lang hat sich das Festkomitee mit der Festfolge auseinandergesetzt und dem Vorstand schließlich einen Entwurf vorgelegt. Jörg Pohlmann erläuterte dem Plenum der Jahreshauptversammlung am Sonntag die Details. Es schloss sich eine emotional aufgeladene Diskussion an.

Der neue Entwurf - Kernpunkte waren die Vorverlegung des Königsschießens auf den Samstag, ein Festball zu Ehren der amtierenden Königspaare bereits am Freitag und ein gemütlicher Ausklang des Festes im Anschluss an den sonntäglichen Frühschoppen - fand keine breite Mehrheit. „Das ist keine Niederlage für den Vorstand, sondern ein ganz großer Pluspunkt für den Verein, auf so aktive Mitglieder zählen zu können“, zog Oberst Georg Mußenbrock einen Schlussstrich, und auch der stellvertretende Vorsitzende Georg Krälemann stellte klar: „Hier entscheiden weder der Vorstand noch das Festkomitee irgendetwas im Alleingang. Eine neue Festordnung muss vom ersten Mal an sitzen, da können wir nicht herumexperimentieren.“ Appell des Vorstandes an die Schützenbrüder war, sich mit Verbesserungsvorschlägen direkt an den Vorstand zu wenden. Für das Schützenfest 2013, dessen Durchführung von der Versammlung beschlossen wurde, gelte auf jeden Fall unverändert die gewohnte Festfolge.


Da Jörg Pohlmann nicht nur Vorsitzender, sondern auch amtierender König ist, übernahm Georg Krälemann am Sonntagnachmittag die Leitung der Versammlung und erinnerte im Jahresbericht an das Schützenfest, die Stammtischabende und das Pflanzen der Bäume im Königspark. Die Gemeinde hat der Bruderschaft inzwischen ermöglicht, weitere Bäume in Richtung Schloss zu pflanzen, so dass die Tradition für die nächsten Jahre sicher ist. Zu schaffen mache den Schützen allerdings der Vandalismus an den Bäumen. Es läuft inzwischen eine Anzeige gegen Unbekannt.

Nach dem Kassenbericht erteilte die Versammlung dem Vorstand die Entlastung. Stellvertretend für elf neu aufgenommene Schützen nahmen Marvin Teuber und Patrick Wübbeling einen Schluck aus dem Bruderschaftsbecher.

Georg Mußenbrock wurde als Oberst wiedergewählt. Im Jungschützenkomitee übernimmt Thomas Stockbrink den Platz von Jens Gratza, Christian Pfeiffer wurde im Amt bestätigt. Bei den Verheirateten ließen sich Markus Walter und Franz-Josef Korves für eine weitere Amtszeit wiederwählen. Da Heinz Bergmann nach über 30 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheidet, rückt Andreas Micke als neuer Leutnant nach, Detlef Suttrup wird neuer Feldwebel. Im Offizierskorps der Jungschützen tritt Jens Gratza als neuer Leutnant an die Stelle von Daniel Winkelmann.

Zum Schluss der Versammlung, die vom Spielmannszug „In Treue fest“ und vom Musikverein Senden aufgelockert wurde, warb der Vorstand für den Nachtwächterrundgang durch Senden am 10. Februar und für die Vereinsmeisterschaft im Luftgewehrschießen am 24. März.



30 · 01 · 12





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