Florian I. verfehlte seine Wunschmarkte 111

Prinz wiegt 106 Kilo Kamelle


Ungläubiger Blick auf die andere Seite der Prinzenwaage: Prinz Florian I. kann es nicht fassen, dass er schon bei 106 Kilogramm in die Höhe geht. Foto:
Ungläubiger Blick auf die andere Seite der Prinzenwaage: Prinz Florian I. kann es nicht fassen, dass er schon bei 106 Kilogramm in die Höhe geht. Foto:
(sha)


Ottmarsbocholt - „Dann wollen wir mein Le­bendgewicht mal auf den Prüfstand stellen“, kündigte Prinz Florian I. am Samstag­morgen den Ottmarsbochol­ter Jecken noch bevor es ernst wurde an. Naturgemäß liegen viele Wochen des Es­sens und Trinkens hinter dem obersten Jeck, ehe er beim Prinzenwiegen in Kamelle aufgewogen wird. So auch beim Prinzen der Ecke Bro­holt.

Dem Vorsitzenden der KG Otti-Botti zufolge hat Prinz Florian zumindest für diesen Augenblick fleißig trainiert. „Beim Wagenbauen hast du immer gleich zwei­mal gegessen und zuhause lässt du auch nichts anbren­nen“, fasste Johannes Möllers die Gewohnheiten des Prin­zen zusammen. „Über 100 Kilo, sonst lohnt es sich nicht“, hatte sich das Narrenober­haupt zum Ziel gesetzt. Doch die Wahrheit sollte erst die Balkenwaage ans Licht brin­gen.


Nachdem der Karnevals­prinz samt Zepter, Gewand und Narrenkappe Platz auf der einen Seite genommen hatte, wurde drüben auf der anderen Einiges an Bonbons parat gestellt. Unter lautem Getöse des Elferrats und al­ler anderen Jecken wurde Florian I. nun ein ums andere Paket in Bonbons aufgewo­gen.

Joachim Edelbusch vom Ottmarsbocholter Raiffeisen-Markt staunte jedenfalls nicht schlecht, als Florian Kolbe auch bei 100 Kilogramm die Bodenhaftung noch nicht verlor. Mit Unterstützung des Funkenmariechens Julia I. brachte er es auf 106 Kilo­gramm. Sein Ziel hatte er da­mit erreicht, doch die Traum­marke von 111 Kilogramm knapp verfehlt.

„Das ist nur der Vorge­schmack auf die kommenden Wochen“, resümierte der Vor­sitzende Möllers mit Blick auf die bevorstehende Prin­zenproklamation und den Karnevalsumzug.

Die vom Raiffeisen-Markt gespendeten Kamelle werden zur Hälfte während der Schlüsselübergabe am Karne­valssonntag unter den ange­meldeten Fußgruppen verlost und die andere Hälfte werfen Funkenmariechen Anke I. und Prinz Guido I. selbst in die Menge.



29 · 01 · 12





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