Appelhülsen - „Muss ein Lärmschutzwall Vorrang vor einer Trauerhalle haben?“, fragte am Montagabend Manfred Rickert, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Appelhülsen, auf der Mitgliederversammlung im Schulze Frenkings Hof und regte damit die über 50 Anwesenden zu einer Diskussion an. „Ich denke, das ist wirklich ein Notstand“, betonte Rickert angesichts des Zustands der zu kleinen Trauerhalle. Er berichtete, dass Bürgermeister Peter Amadeus Schneider den Appelhülsenern Unterstützung zugesagt habe. Für den 8. März (Donnerstag) sei um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum eine öffentliche Veranstaltung mit dem Bürgermeister und einem Vertreter der Zentralrendantur zum Thema Trauerhalle geplant.
Ein weiterer Kritikpunkt des Abends war die Absicht des Bürgermeisters, eine öffentliche Veranstaltung über „belastete Straßennamen“ durchzuführen. Dazu zählt auch die Appelhülsener Friedrich-Castelle-Straße. Da wurden einige Stimmen in der Versammlung laut, wonach Castelles Verdienste als Heimatdichter höher zu bewerten seien als seine NSDAP-Mitgliedschaft, die zur Zeit des Nazi-Regimes schließlich viele Bürger angenommen hätten.