Alice Zaun ist die neue Pastoralreferentin

Dem Neuen stets aufgeschlossen


Den Umzugskarton leert in diesen Tagen Pastoralreferentin Alice Zaun. Foto:
Den Umzugskarton leert in diesen Tagen Pastoralreferentin Alice Zaun. Foto:
(west)


Lüdinghausen - Die Kisten sind noch nicht ausgepackt. Was Kindern Spaß macht, befindet sich in den Umzugskartons. Beispielsweise Trommeln. „Ich habe bisher insbesondere die Kindergärten religionspädagogisch betreut. Mal sehen, wie hier demnächst die Aufgaben verteilt werden. Ich lasse mich auf jeden Fall auf alles ein“, versicherte gestern Alice Zaun im Gespräch mit den WN.

Die 47-jährige Pastoralreferentin hatte am Mittwoch ihren ersten Arbeitstag bei der Kirchengemeinde St. Felizitas. Sie ist Nachfolgerin von Mechthild Möllers. Damit ist jedoch noch längst nicht gesagt, dass sie auch ihre Funktion im Format 1:1 übernehmen wird. In der kommenden Woche geht das Pastoralteam der Gemeinde in Klausur und wird auch über die Aufgabenverteilung sprechen - auch mit Blick auf die Fusion mit St. Dionysius. Erfahrungen mit Gemeindefusionen hat die Pastoralreferentin auch in Ochtrup gemacht - und nicht nur schlechte. „Es bieten sich neue Chancen“, macht sie allen Beteiligten Hoffnung.


Über 16 Jahre lang war Alice Zaun in Ochtrup tätig. Die Mutter eines Zwillingspaares im Alter von zwölf Jahren freut sich auf das Neue, das sie in der Steverstadt erwartet. Neuem gegenüber ist sie ohnehin aufgeschlossen. Häufig genug musste sie sich in ihrem Leben umstellen. Beispielsweise als ihre Eltern von Nicaragua nach Deutschland umsiedelten. Alice Zaun erblickte in Mittelamerika das Licht der Welt. Schon ihre Großeltern waren dorthin ausgewandert. Als sich Anfang der 80er Jahre jedoch der Bürgerkrieg zuspitzte, ging es zurück nach Deutschland. 15 Jahre war die heutige Pastoralreferentin alt. „Ich bin ein Mensch, der sich schnell anpasst“, charakterisiert sich die Seelsorgerin selbst.

Anpassen will sie sich auch an die neue Situation in Lüdinghausen. „Die Stadt war für mich bisher absolut kein Thema. Ich bin zwar in Deutschland studienbedingt viel herumgekommen, Lüdinghausen kannte ich bisher aber noch nicht“, so Alice Zaun. Umso mehr ist sie nach dem ersten Kennenlernen überzeugt davon, dass sie die richtige Wahl getroffen hat. Die drei Kirchen St. Felizitas, St. Ludger und St. Dionysius hat sie sich ebenfalls schon angesehen. „Das sind alles schöne Kirchen - jede für sich anders“, hat sie festgestellt. Und was macht die Seelsorgerin, wenn sie nicht gerade für „Kirchens“ unterwegs ist: „Ich kümmere mich um meine Kinder oder lese gern.“

VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN


02 · 02 · 12





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