Publikum sang kräftig mit: Sängerbund konzertierte mit Freunden aus Frankreich und den Niederlanden


Dass der MGV Sängerbund 120 Jahre alt geworden und trotzdem frisch geblieben ist, stellten die Mitglieder unter Beweis.

Dass der MGV Sängerbund 120 Jahre alt geworden und trotzdem frisch geblieben ist, stellten die Mitglieder unter Beweis.



Dülmen/Coesfeld. Eine der ältesten Männergesangvereine in Dülmen feiert einen runden Geburtstag. Wenn ein Männerchor 120 Jahre alt wird und dabei frisch und jung geblieben ist, dann gibt es allen Grund zum Feiern. Genau das tat der Männerchor MGV Sängerbund 1888 Dülmen e.V. am Samstagabend im vollbesetzten Konzerttheater in Coesfeld.

Trinationales Musikfestival wurde das Sonderkonzert genannt. Zu Recht, denn Musikanten und Sänger aus drei Nationen gaben sich an diesem Abend in Coesfeld ein Stelldichein.


Zum Geburtstagskind kamen aus Charleville-Mézières in Frankreich, das Blasorchester „Harmonie Municipale“ unter der Leitung von Musikdirektor Dan Mercureanu und aus den Niederlanden, der Mannenkoor Eibergen unter Leitung von Emile Engel.

Mit den Gästen aus Frankreich und den Niederlanden ist der MGV in jahrelanger Freundschaft mit gegenseitigen Besuchen und Auftritten verbunden.

Dem Anlass entsprechend wurde ein festliches und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Gemeinsam begann es mit allen Sängern und Musikanten mit dem Matrosenchor aus Richard Wagners Oper "Der fliegende Holländer" und dem Jägerchor aus der Oper "Der Freischütz" von C.M. von Weber.

Im zweiten Block spielten die französischen Freunde des Orchestre d Harmonie Municipale allein, einem sinfonischen Blasorchester, dessen Besetzungsform sich doch von den Blasorchestern unserer Region ein wenig unterscheidet.

Die dargebotenen Musikstücke von W.A. Mozart, Francis Coiteux, John Moss, John Higgins und Patrick Poutoiré waren aber nicht minder anspruchsvoll.

Der Jubiläumschor aus Dülmen unter der Leitung von seinem langjährigen Dirigenten Helmut Kathmann gab vor der Pause eine Folge mit bekannten Liedern von Udo Jürgens. Der MGV wurde vom Billerbecker Anton Leiers am Flügel begleitet.

Das Publikum sang den Schlager "Ich war noch niemals in New York" kräftig mit, dessen Text auf der Programmrückseite abgedruckt war.

Der Mannenkoor aus Eibergen in den Niederlanden leitete nach der Pause den zweiten Teil des Konzerts mit Werken von L. van Beethoven, Ch. Gounod, G.Verdi, J. Bock, R. Rodger und C. Colemann ein.

Bemerkenswert ist, dass dieser Chor alle Texte in der Originalsprache singt.

Am Flügel begleitete sie Jeroen Twisk. Besonders schön war die Zugabe: Tebe pojem, die in russischer Sprache gesungen wurde.

Poppig kam "der kleine Chor" des MGV auf die Bühne. Mit älteren und neueren Melodien gab es hier einen sehr schönen Kontrast im Konzertprogramm.

Dann das große Finale mit allen Mitwirkenden. Unter der Leitung von Helmut Kathmann mit "Ode an die Freude" von L. van Beethoven wurde hier der Europäische Gedanke verkörpert. Das Publikum sang auch hier mit Begeisterung mit.

Der Vorsitzende des MGV und Moderator des Abends Gerhard Kleine, bedankte sich mit Blumengebinden bei den Dirigenten, Klavierbegleitern und Organisatoren. Mit Standing Ovations antwortete das Publikum und sagte seinerseits Dank für einen wunderschönen Abend, der nicht nur den Besuchern, sondern auch den Mitwirkenden in guter Erinnerung bleiben wird.



16 · 11 · 08





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