Helfern der Altkleidersammlung wird schnell warm

Dülmen. „So lange es nicht regnet, ist doch alles gut“, winkt Leo Sommer ab. Das kalte Wetter ist für ihn überhaupt kein Problem. „Im Gegenteil, mir ist sogar ziemlich warm.“ Kein Wunder, ist er doch seit dem frühen Samstagmorgen einer der vielen fleißigen Helfer, die die Kleiderspenden der Dülmener für die Kolpingsfamilie einsammeln. „In Dülmen fahren zehn Fahrzeuge mit 60 Helfern ihre Routen ab und sammeln die Spenden ein“, erklärt Wilfried Erckens, erster Vorsitzender.

„Und aus Rorup kommen noch einmal drei Sammelfahrzeuge mit 20 Helfern dazu. Das find ich persönlich total klasse“, lobt er das Engagement der gesamten Kolpingsfamilie. Denn zu den Unterstützern gehören nicht nur alte Hasen, wie Sommer, auch junge fleißige Hände packen mit. „Macht ja schließlich auch Spaß!“, findet Paul Müller, der gemeinsam mit seinem Freund Florian einige gespendete Säcke am Sportzentrum Süd aus einem der Sammelfahrzeuge in einen großen Laster lädt. „Die Sammelfahrzeuge sind alle von Dülmener Unternehmen gespendet. Das hilft uns ernorm“, dankt Erckens den Firmen.


Schon seit über 25 Jahren werden in Dülmen Kleiderspenden gesammelt. „Und das passiert natürlich nicht gewerblich“, verspricht er. Denn vor allem in den letzten Jahren gab es immer mehr private Firmen, die von Kleiderspenden finanziell profitieren. „Die Spender können sich aber sicher sein, dass bei uns die Kleidung bei den Menschen ankommt, ganz ohne Weiterverkauf.“ Er kann es aber gut verstehen, wenn Leute sich zunächst genau informieren wollen. „Viele haben natürlich Fragen und wenden sich telefonisch direkt an uns. Das ist auch das gute Recht der Dülmener.“

Ungeklärte Fragen beantwortet das Team schließlich gerne. „Dafür bekommen wir auch viele brauchbare Sachen. Manche waschen und bügeln die Kleidung vor der Abgabe sogar extra noch.“ Doch nicht jede Spende kann weitergegeben werden. „Leider wird die Aktion auch immer wieder dazu genutzt, ungeliebte Lumpen loszuwerden.“
Gespendet werden kann auch außerhalb des Aktionstages. Als besonders erfolgreich haben sich die dauerhaft installierten Container herausgestellt. „Ich hab die in den letzten Wochen öfter mal kontrolliert. Manchmal waren sie schon innerhalb von drei Tagen voll“, freut sich Sommer. Doch der Aktionstag gehört auch weiterhin fest zur Planung der Kolpingsfamilie dazu. „Und wenn es dabei doch mal wem zu kalt wird, wir versorgen alle mit heißem Kaffee“, verspricht Erckens.

VON NINA DOMNICK


05 · 02 · 12





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