Rondo-Familienkonzert: Papa-Piraten entern die Bühne


Papa-Piraten und Trommelfloh: Bei seinem Auftritt in Dülmen holte sich Maxim Wartenberg (vorne) sechs Väter als Verstärkung auf die Bühne.
Papa-Piraten und Trommelfloh: Bei seinem Auftritt in Dülmen holte sich Maxim Wartenberg (vorne) sechs Väter als Verstärkung auf die Bühne.
(Domnick)


Dülmen. Maxim Wartenberg macht es vor: „So trommelt der Trommelfloh!“, ruft er den vielen kleinen Flöhen im Publikum zu und demonstriert es. Einige der jungen Musikfans sind schon richtige Profis in Sachen Trommelfloh, sie springen, klatschen und tanzen zu den Songs des Kinderliedermachers passend mit.

Im Rahmen der Rondo-Konzertreihe hat die städtische Musikschule am Samstag zu einem Familienkonzert der ganz besonderen Art eingeladen. Junge wie ältere Fans kommen beim Auftritt des Berliners in der Aula des Schulzentrums voll auf ihre Kosten. Vor allem geht es jedoch den Vätern an den Kragen.


„Jetzt holen wir uns mal ein paar Papis auf die Bühne“, grinst Wartenberg und huscht durch die Zuschauerreihen. Da hilft auch kein Kopfsenken und Weggucken. „Das wird jetzt eine Mutter-und Kinderfreung!“, kündigt der Künstler an.

Es finden sich tatsächlich sechs mutige Väter, die ihre Kühnheit auch direkt beweisen können. „Wir verwandeln euch jetzt in gefräßige Piraten!“ Doch selbst die scheußlichsten Verkleidungen halten sechs Kinder nicht davon ab, den Papa-Piraten die Ohren lang zu ziehen.

Besonders mutig ist Geburtstagskind Robin. „Das Schlagzeug ist das wichtigste Instrument beim Trommelfloh, und das spielt bei uns eigentlich der Tim“, kündigt Wartenberg einen seiner Kollegen an. Da Kampfkaninchen Tim aber recht schüchtern ist, springt Robin für ein Trommelsolo ein. Und der Achtjährige beweist sein Können an den Drums. „Na also, nach so einer Vorlage muss sich Tim doch trauen“, findet Wartenberg. Musikalisch unterstützt werden Sänger und Schlagzeuger noch von Disco-Peter, dessen verrückte Brille bei den kleinen Zuschauern besonders gut ankommt.

In dieser Kombination ist die Band schon seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs und veröffentlichte bisher fünf Studio-Alben. Die Kinderlieder des 32-jährigen Sozialpädagogen und Theatermusikers haben viele Fans in ganz Deutschland. „In Dülmen zu spielen ist aber heute etwas ganz besonderes für uns. Tim kommt nämlich aus Münster und kennt sich in dieser Gegend gut aus“, verrät Wartenberg. Und bei den vielen talentierten Miniflöhen in Dülmen kommt die Truppe sicher noch mal wieder, um weiter mit den Kindern zu singen.

VON NINA DOMNICK


29 · 01 · 12





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