Kontrollleuchte zeigte Schaden an

Notgelandeter Militärhubschrauber wird zum Zuschauermagneten

Dülmen. Einen ungewöhnlichen Anblick gab es am Freitag auf der K 44 in Welte, kurz hinter der Gaststätte am Kamin zu sehen. Auf einem Feld stand plötzlich ein großer Militärhubschrauber.
Die Maschine vom Modell CH 53 gehört zum Heeresflieger-Regiment „Münsterland“ Rheine-Bentlage und hatte auf dem Feld eine Notlandung vollzogen. „Ein Getriebe hat nicht mehr richtig funktioniert und das Handbuch schreibt in einem solchen Fall eine sofortige Landung vor“, erklärte der Pilot der Maschine.

Auch Anwohner Helmut Rüskamp wurde auf den Flieger aufmerksam. „Hier fliegen öfter Hubschrauber, aber das Motorengeräusch war schon sehr laut“, erklärt Rüskamp. Er habe zunächst an eine sehr große Maschine gedacht. „Ich hab‘ aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass der Hubschrauber landete.“
Die vierköpfige Besatzung befand sich auf einem Ausbildungsflug und unternahm eine Streckenerkundung für einen anstehenden Nachtflug. „Wir landen immer möglichst nah an einer Straße, damit uns Unterstützung möglichst schnell erreichen kann“, erklärt der Pilot, für den es die erste Sicherheitslandung innerhalb Deutschlands war.


Die Maschine entwickelte sich zum Publikumsmagneten. Zwischenzeitlich parkten an beiden Seiten der K 44 Autos und die Menschen liefen über das Feld, um sich das rund 23 Tonnen schwere Gerät einmal anzusehen. „Zum Glück hat es auf der Straße keinen Unfall gegeben“, befand die Besatzung.

Verstärkung traf dann gegen Mittag ein, und schon standen zwei der CH 53-Modelle auf dem Feld, und immer mehr Menschen kamen, um sich das Prozedere anzusehen. Die Techniker machten sich gleich an der defekten Maschine zu schaffen, die im Einsatz bis zu 36 Personen oder sechs Tonnen Fracht transportieren kann. „Wir müssen den Hubschrauber hier reparieren. Für einen Transport über die Straße ist der Hubschrauber zu breit“, so die Besatzung.

Nach erfolgreicher Reparatur konnte die Maschine gegen 16 Uhr den Rückflug zum Stützpunkt in Rheine-Bentlage antreten. Den Start der beiden Helikopter beobachteten rund 50 Schaulustige aus nächster Nähe.

VON PATRICK HÜLSHEGER


27 · 01 · 12





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